Sutherlands Giselle.



Sutherlands_Giselle
Tanzabend von James Sutherland

Musik von Adolphe Adam, Arvo Pärt u. a.
Premiere 16|12|2017 | Großes Haus


Die armen jungen Geschöpfe können nicht im Grabe ruhig liegen; in ihren todten Herzen, in ihren todten Füßen, blieb noch
jene Tanzlust, die sie im Leben nicht befriedigen konnten, und um Mitternacht steigen sie hervor, versammeln sich truppenweis
an den Heerstraßen, und wehe dem jungen Menschen, der ihnen da begegnet! Heinrich Heine


Jungfrauen, die im Tanzrausch sterben, werden von der Königin
Myrtha zu Willis gemacht – Geistermädchen, die nachts Männer
zum Totentanz verführen.
Giselle ereilt dieses Schicksal, als sie sich vor Liebeskummer in
den Degen des gewissenlosen Albert stürzt. Dieser ist mit ihr
eine Liaison eingegangen, obwohl er bereits verlobt ist. Trotz des
unredlichen Verhaltens des Adligen lehnt sich Giselle gegen die
Willikönigin auf und rettet den reuevollen Albert.
James Sutherland nimmt diesen klassischen Stoff und übersetzt
ihn in seine eigene Tanzsprache. Hierzu bedient er sich aber nicht
nur der bekannten Musik von Adolphe Adam zu der schaurigen
Geschichte, sondern erweitert sie mit Kompositionen unter anderem
von Arvo Pärt. In seiner Interpretation möchte Sutherland die
Unterschiedlichkeit von Adel und Volk aufzeigen und den harten
Weg von der Gewissenlosigkeit zur Reue darstellen – über dem
Ganzen steht natürlich die unendliche und unsterbliche Liebe
über den Tod hinaus. Der Tanzdirektor wird das Gefälle von Mächtigen
zu Machtlosen, von Reichtum zu Armut exponieren und so
ein ganz eigenes Tanzerlebnis der Marke „Sutherland“ schaffen.

Preise D

Mit


Orchester des Pfalztheaters | Ensemble Tanz des Pfalztheaters

Abenddirigent

Anton Legkii

Leitung

Musikalische Leitung Anton Legkii
Inszenierung und Choreografie James Sutherland
Bühne Thomas Dörfler
Kostüme Verena Hemmerlein
Dramaturgie Elias Glatzle