Dogville.



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Stück von Lars von Trier
Premiere 25|02|2017 | Großes Haus (Bühne auf Bühne)

„Die Leute, die hier leben, sind gute Menschen. Ich gebe zu, sie sind nicht ganz so wie ich, aber es sind ehrliche Menschen,
die auch schon mal in Not waren.“ – „Ich kann ihnen aber nichts dafür geben.“ – „Da bin ich mir nicht so sicher. Ich denke, du
hast Dogville ziemlich viel zu geben.“


Dogville ist eine kleine Gemeinde am Rande der Zivilisation, ein
letzter Hort der Beschaulichkeit und Zivilisation. Eines Tages flüchtet sich eine junge Frau namens Grace nach Dogville. Allen voran
setzt sich Tom Edison, Einwohner und Hobbyschriftsteller, für die
schutzbedürftige Frau ein. Er ist es auch, der Grace vorschlägt,
sich während einer Testzeit von zwei Wochen, in denen sie das
Wohlwollen der Gemeinde gewinnen kann, durch kleine Hilfsdienste beliebt zu machen. Der Plan gelingt, Grace darf bleiben.
Am Nationalfeiertag gesteht Tom Grace seine Liebe.
Aber die Polizei taucht mit einem Fahndungsplakat auf, für die
Ergreifung von Grace wird eine Belohnung ausgeschrieben.
Obwohl die Dorfbewohner Grace für unschuldig halten, ist die
Beherbergung einer polizeilich Gesuchten riskant und so überredet
Tom Grace dazu, als Gegenleistung einfach mehr zu arbeiten. Die
Stimmung in Dogville kippt allmählich, Grace unterlaufen wegen
der höheren Belastungen immer wieder Fehler bei der Arbeit. Die
Männer werden zudringlich, die Frauen aggressiv. Schließlich
wird Grace von Chuck, einem vermeintlich treuen Familienvater,
vergewaltigt. Aus der anfangs friedlichen Idylle ist ein monströser
Alptraum geworden. Als die Gangster, vor denen Grace anscheinend geflohen ist, auftauchen, wendet sich das Blatt. Grace hat die
Chance, sich für alle erfahrenen Demütigungen und Brutalitäten zu
rächen.
Lars von Triers vielbeachteter Film „Dogville“ kam 2003 in die
Kinos, eine ebenso vielbeachtete Bühnenfassung feierte 2004
im Nationaltheater Athen Premiere, seitdem findet „Dogville“
regelmäßig seinen Weg in die Spielpläne der Theaterhäuser. Die
Handlung spielt in einer kargen Szenerie, die einer Versuchsanordnung gleicht und jede Form der Illusion vermeidet. Die Idee zum
Film hatte von Trier eigenen Angaben nach, als er im Radio das
Lied der Seeräuber-Jenny aus der „Dreigroschenoper“ hörte: „Der
rachelustige Refrain ging mir nicht aus dem Kopf, und so wollte ich
einen Film über die Rache machen.“

Preise F


Besetzung

Grace Maike Elena Schmidt
Tom Edison Junior Daniel Mutlu
Tom Edison Senior Peter Nassauer
Chuck Stefan Kiefer
Vera, seine Frau Barbara Seeliger
Jim Jan Henning Kraus
George, sein Bruder Manuel Klein
Olivia Marsha Zimmermann
Mrs Henson Hannelore Bähr
Bill, ihr Sohn Harry Schäfer
Liz, ihre Tochter Nele Sommer
Jack Mc Kay Rainer Furch
Ben Oliver Burkia
Der große Mann Volker Niederfahrenhorst
June, Olivias Mutter Gisela Herrmanny
Jason Ben Barthel / Luca Rieser

Leitung

Inszenierung Dominik von Gunten
Bühne Philipp Nicolai
Kostüme Charlotte Sonja Willi
Musik Nina Wurman
Dramaturgie Melanie Pollmann