Lucia di Lammermoor.



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Oper von Gaetano Donizetti

Text von Salvatore Cammarano nach dem Roman „The Bride of Lammermoor“ von Walter Scott

Premiere 16|09|2017 | Großes Haus | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 
Opfer ward ich eines grausamen Bruders,
aber ich liebte dich immer … ich schwör’s …
immer, Edgardo, ja, immer liebte ich dich!

Die schottischen Familienclans der Ashtons und der Ravenswoods
sind verfeindet. Im Zuge politischer und religiöser Machtkämpfe
hat Enrico Ashton die Ravenswoods vernichtet. Gleichwohl ist
seine Familie in wirtschaftliche Not geraten, und so spekuliert Enrico
auf eine vorteilhafte Verheiratung seiner Schwester Lucia mit
Arturo Bucklaw. Doch Lucia weigert sich, denn sie liebt Edgardo,
den einzig Verbliebenen aus der Sippe der Ravenswoods, der ihr
einmal in großer Gefahr das Leben gerettet hat und mit dem sie
ein heimliches Eheversprechen verbindet. Unter großem psychologischen
Druck und Vorgaukelung der angeblichen Untreue Edgardos
wird Lucia von ihrem Bruder Enrico und dem Familienpriester
Raimondo in die Ehe mit Arturo getrieben. Gerade als Lucia die
Hochzeitsurkunde unterschrieben hat, erscheint Edgardo bei der
Trauungszeremonie auf dem Schloss der Ashtons. Es kommt zum
Eklat. In der Hochzeitsnacht tötet Lucia ihren Bräutigam Arturo
und verfällt dem Wahnsinn …
„Lucia di Lammermoor“ ist vermutlich die einzige unter den rund
70 Opern Gaetano Donizettis, die sich seit ihrer Uraufführung
1835 in Neapel mit ungebrochener Popularität im Repertoire
halten konnte. Der Stoff dieser tragischen Oper entstammt dem
historischen Roman „The Bride of Lammermoor“ des schottischen
Dichters Walter Scott, der im Zeitalter der Romantik ein viel
gelesener Modeautor war. Der Komponist verzichtete auf jedwedes
schottisches Lokalkolorit, jedoch sind ihm äußerst dichte
Stimmungsbilder gelungen. Obwohl die Partitur in nur sechs Wochen
entstand, gehört die Musik von „Lucia di Lammermoor“ zu
Donizettis reifsten kompositorischen Leistungen. Das gesangliche
Melos wie auch die musikalische Verzierungskunst dienen keinem
Selbstzweck, sondern stets auch der Charakterisierung der
Figuren und ihrer Seelenzustände, wie es die große Wahnsinnsarie
der Lucia exemplarisch zeigt.


Preise C

Besetzung

Lord Enrico Ashton Michael Bachtadze
Lucia Ruth Theresa Fiedler / Joanna Moskowicz
Sir Edgardo di Ravenswood Daniel Kim
Lord Arturo Bucklaw Makudupanyane Senaoana
Raimondo Bidebent Shavleg Armasi
Alisa Rosario Chávez
Normanno Peter Floch
Sir Tom Günther Fingerle
Soloflöte Sophie Barili / Katrin Lerchbacher
Harfe Konstanze Licht

Orchester des Pfalztheaters | Chor des Pfalztheaters | Extrachor des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Uwe Sandner
Inszenierung Kerstin Maria Pöhler
Bühne Johann Jörg
Kostüme Katharina Weissenborn
Leitung Chor Johannes Köhler
Dramaturgie Andreas Bronkalla