Spielplan.

24 Premieren sowie 3 Wiederaufnahmen in Musiktheater, Ballett und Schauspiel im Großen Haus und auf der Werkstattbühne, an attraktiven externen Spielstätten in Kaiserslautern und mobil in Schulen. Dazu Konzerte des Pfalztheater-Orchesters, Sonderveranstaltungen zum doppelten Jubiläum und viele Extras mehr

Musiktheater Header

Musiktheater

Attila

Oper von Giuseppe Verdi - in italienischer Sprache

17|09|2016 | Großes Haus

My Fair Lady

Musical von Frederick Loewe

01|10|2016 | Großes Haus

Der kleine Horrorladen

Musical von Alan Menken

14|10|2016 | Großes Haus

Hänsel und Gretel

Märchenspiel von Engelbert Humperdinck

29|10|2016 | Großes Haus

Die Csárdásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán

17|12|2016 | Großes Haus

Die Perlenfischer

Oper von Georges Bizet - in französischer Sprache

04|02|2017 | Großes Haus

Anatevka

Musical von Jerry Bock

11|03|2017 | Großes Haus

Neda - Der Ruf

Oper von Nader Mashayekhi

ab 23|04|2017 | Großes Haus

The Tempest (Der Sturm)

Schauspiel mit Musik von William Shakespeare / Henry Purcell

ab 03|06|2017 | Großes Haus

The Raven / Heart Sutra

ab 18|06|2017 | Werkstattbühne
Sandner Uwe

Liebes Publikum!

„Fremde Welt! Vertraute Heimat?“ heißt die Überschrift über der Pfalztheatersaison 2016|2017. Seit jeher blickt das Theater in die Ferne, insbesondere auch Oper, Operette und Musical holen uns fremde Welten auf die Bühne und erschaffen neue Phantasiewelten. Und so haben wir Ihnen für die neue Saison einen – wie ich finde – vielfarbigen, ambitionierten Spielplan aus Vertrautem, das es neu zu entdecken gilt, und Neuem, Unbekanntem, das uns in der Begegnung auf der Bühne vielleicht vertraut wird, zusammengestellt. 

Giuseppe Verdi ist der vermutlich meistgespielte Komponist des Opernrepertoires überhaupt, ein alter Bekannter sozusagen. Aber vielleicht können wir Sie zum Saisonstart mit einer Oper aus seiner frühen Schaffensperiode überraschen: „Attila“, ein Werk voller musikalischer Schönheiten, beeindruckender Ensembletableaus und fulminanter Chöre, das ganz wunderbar eine Facette unserer thematischen Fragestellung spiegelt: Was macht Heimat aus? Was definiert eine Nation? Mit der Errettung Roms vor den Truppen des Hunnenkönigs greift Verdi hier einen der Mythen zur inneren Begründung der italienischen Nationalidentität auf – in einer Zeit, als Italien als Nationalstaat noch gar nicht existierte. Mit Georges Bizet und seiner Oper „Die Perlenfischer“ blicken wir nach Fernost. Mit vielfältigen, fein abschattierten Klangfarben und -effekten beschwört er die Exotik des Schauplatzes, und doch wird – ähnlich wie in Puccinis „Madame Butterfly“ – die tragisch anrührende Geschichte einer Frau erzählt, die an den überkommenen Gesetzen und Traditionen einer rigiden Gesellschaft zerbricht. Mit „Hänsel und Gretel“ kommt ein Werk auf den Spielplan, mit dem wir die ganze Familie zum Opernbesuch einladen möchten. Engelbert Humperdinck greift nicht nur die deutsche Märchentradition auf, sondern wie kaum ein anderer Komponist bringt er den heimischen Wald zum Klingen – eine Welt, die uns mit dem Pfälzerwald bestens vertraut ist. Besonders freue ich mich darüber, dass wir Ihnen in der Spielzeit 2016|2017 auch Neues, noch Unbekanntes von zeitgenössischen Komponisten vorstellen dürfen. Mit „Neda – Der Ruf“ von Nader Mashayekhi kommt am Pfalztheater erstmals eine Oper eines iranischen Komponisten zur Aufführung. Auf äußerst raffinierte Weise werden hier persische und europäische Musiktraditionen miteinander verwoben. Spannend wird auch der Kammeropernabend auf der Werkstattbühne, der quasi überkreuz eine doppelte Begegnung der Kulturen ermöglicht: Der japanische Komponist Toshio Hosokawa wählte sich für seine Monooper „The Raven“ ein Gedicht von Edgar Allan Poe, während der deutsche Komponist Christian Jost mit „Heart Sutra“ auch musikalisch nach China schaut. Außerdem steht mit „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán eine klassische Operette auf dem Programm, die mit einer guten Geschichte zwischen der vermeintlich fremden Welt des Theaters und althergebrachten Gesellschaftskonventionen, aber vor allem durch ein Füllhorn eingängiger Melodien und mitreißender Rhythmen besticht. Fans des Musicals kommen mit den Wiederaufnahmen der Erfolgsproduktionen „My Fair Lady“ und „Der kleine Horrorladen“ sowie mit der Neuinszenierung von „Anatevka“ ganz bestimmt auf ihre Kosten. Begeben Sie sich mit uns auf die Reise durch die neue Theatersaison. Erfreuen Sie sich an vielem Vertrautem und seien Sie neugierig auf manches Unbekannte! Wir freuen uns auf Sie!
 
Herzlichst, 
Uwe Sandner 
Generalmusikdirektor