Spielplan.

24 Premieren sowie 3 Wiederaufnahmen in Musiktheater, Ballett und Schauspiel im Großen Haus und auf der Werkstattbühne, an attraktiven externen Spielstätten in Kaiserslautern und mobil in Schulen. Dazu Konzerte des Pfalztheater-Orchesters, Sonderveranstaltungen zum doppelten Jubiläum und viele Extras mehr

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Schauspiel

Malala - Mädchen mit Buch

Klassenzimmerstück von Nick Wood

21|09|2016 | Gastspiel Schule

Terror

Stück Ferdinand von Schirach

08|10|2016 | Großes Haus

Eine Sommernacht

Stück mit Musik von David Greig und Gordon McIntyre

09|10|2016 | Uni

Mein Kampf

Farce von George Tabori

14|10|2016 | Werkstattbühne

Das Tagebuch der Anne Frank

Klassenzimmerstück

10|11|2016 | Gastspiel Schule

Ali Baba und die 40 Räuber

Kinderstück nach einem "Märchen aus 1001er Nacht"

15|11|2016 | Großes Haus

Die Physiker

Schauspiel von Friedrich Dürrenmatt

26|11|2016 | Großes Haus

Der nackte Felsen

Schauspiel von Thomas Arzt - Uraufführung

03|12|2016 | Werkstattbühne

Tschick

Jugendstück von Wolfgang Herrndorf

08|01|2017 | Werkstattbühne

Komödie im Dunkeln

Schauspiel von Peter Shaffer

14|01|2017 | Großes Haus

Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

Figurentheater von und mit Maren Kaun

17|01|2017 | Werkstattbühne

Dogville

Stück von Lars von Trier

25|02|2017 | Großes Haus

Beben

Stück von Maria Milisavljevic

13|04|2017 | Werkstattbühne

Begegnungen!_5: Die Schutzflehenden - Die Schutzbefohlenen

Aischylos und Elfriede Jelinek

ab 13|05|2017 | Großes Haus

Das Abschiedsdinner

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

ab 26|05|2017 | Werkstattbühne
Harald Demmer

Sehr verehrtes Publikum,

in der vor uns liegenden Spielzeit denken wir über Heimat und Fremd-Sein nach. Heimat kann ein Ort sein, eine Landschaft, ein Seelenzustand, vertraute Menschen. Heimat bedeutet ein Dach über dem Kopf zu haben, genug zu essen, nicht bedroht zu sein und die Aussicht auf ein bisschen Glück. Heimat ist ein Schutzraum oder besser, sie sollte einer sein. Eine Heimat zu haben ist für den, der in seiner Heimat krank, erniedrigt oder verfolgt wird, kein Glück. Der macht sich auf den Weg, auf die Suche nach einer neuen Heimat. Bis dahin ist er heimatlos, unterwegs, fremd. Hunderttausende Menschen sind zur Zeit auf der Flucht, suchen den Weg in unser Land, müssen hier bei uns neu anfangen – und wir alle sind gefordert. Die Zuwanderung von Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten droht auch bei uns das gesellschaftliche Klima zu verändern. Weit über zehn Prozent der Bevölkerung wählen eine Partei rechts der bürgerlichen Mitte. Die Terrorbedrohung durch den IS verunsichert extrem. Werte unserer offenen, demokratischen Gesellschaft werden in Frage gestellt. Die Worte der Bundeskanzlerin waren: „Wir schaffen das.“ Die Frage ist: Was genau müssen wir schaffen und wer ist „wir“? Diesen Fragen nähern wir uns zu Beginn der Spielzeit mit dem Stück „Terror“ von Ferdinand von Schirach, dem zurzeit mit Abstand meistgespielten Stück. Hier stehen die Grundwerte der demokratischen Gesellschaft auf dem Prüfstand. Gibt es Situationen, in denen es zulässig ist, 164 Menschen zu töten? Darüber sitzen Sie als Publikum zu Gericht – und müssen entscheiden. In „Dogville“, der Theateradaption des preisgekrönten Films von Lars von Trier, ist eine junge Frau auf der Flucht. Das Stück zeigt eindringlich, was es bedeutet, schutzlos zu sein. Wie weit Menschen gehen, wenn sie Macht über den anderen gewinnen. Wie schnell die zivilisierte Fassade zerbricht, wenn man keine Strafe fürchten muss.

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