Der Geizige.



Teaser Stückseite
Komödie von Molière

Deutsch von Tankred Dorst

Premiere 14|04|2018 | Großes Haus

Ach, mein liebes Geld, mein liebes Geld, mein einziger Freund! Dich haben sie mir genommen, du bist mir entführt, und mit
dir habe ich meinen Stab, meinen Trost, meine Freude verloren; es ist aus mit mir, und ich habe nichts mehr auf dieser Welt
zu tun. Ohne dich kann ich nicht leben.


Alle wollen nur sein Geld, davon ist Harpagon überzeugt. Und
Harpagon will vor allem eines: mehr Geld. Seine Tochter Elise liebt
den Diener Valère. Valère hat eine Stelle bei Harpagon angenommen,
um unerkannt in der Nähe von dessen Tochter sein zu
können. Harpagons Sohn Cléante liebt ohne Wissen des Vaters die
schöne, aber arme Marianne. Doch Harpagon hat andere Pläne.
Er will Elise ohne Mitgift an den alten, aber reichen Anselme und
Cléante an eine wohlhabende Witwe verheiraten. Er selbst möchte
nämlich Marianne zur Frau. Sein Herz indes schlägt bloß für seine
im Garten vergrabene Kassette mit Gold. Es wird eng für die
entsetzten Kinder, die wissen, dass ihren Vater jetzt nur noch eines
aufhalten kann: Geld, beziehungsweise der Verlust desselben. Als
nun die Kassette mit Harpagons Familienschmuck verschwindet,
gerät tatsächlich alles andere zur Nebensache. Manipulation und
Misstrauen, Geiz und Konsumrausch herrschen im Haus. Jeder
beginnt, die Pläne der anderen zu durchkreuzen, es wird auf- und
abgerechnet. Nur eins scheint klar: Ein Happy End kann es nur
geben, wenn alle bekommen, was sie lieben – und das Geld in der
Familie bleibt.
Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière, ist der Klassiker unter
den französischen Komödienautoren. Mit Sprachwitz und überraschenden
Wendungen lässt er Komik und Gesellschaftskritik Hand
in Hand über die Bühne rasen. Ein Spiel, ein Kampf um Mammon
und Eros – nach rund 350 Jahren besticht Molières Komödie
durch zeitlosen Witz und hohes Tempo und gibt auch für heutige
Zuschauer die Liebe zum Geld der Lächerlichkeit preis.

Preise F

Besetzung

Harpagon Henning Kohne
Cléanthe Luca Zahn
Elise Nadine Kiesewalter
Valère Stefan Herrmann
Mariane Maike Elena Schmidt
Anselme Rainer Furch
Frosine Hannelore Bähr
Maitre Simon Daniel Mutlu
Jacques Jan Henning Kraus
La Flèche Stefan Kiefer
Ein Polizeikommissar Günther Fingerle

Leitung

Inszenierung Nicolai Sykosch
Bühne Alissa Kolbusch
Kostüme Britta Leonhardt
Dramaturgie Andrea Wittstock