Flüchtling Begegnungen! 4.



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Kinderoper von Lucio Gregoretti
Oper in Form eines optimistischen und tröstlichen Märchens von Lucio Gregoretti | Text von Daniel Goldenberg
Ab 10 Jahren.    Begegnungen!_4

Premiere 10|04|2016 | Werkstattbühne

Schirmherr: Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz

Mit Unterstützung der „Freunde des Pfalztheaters e. V.“.

Zum vierten Mal finden in diesem Jahr im Pfalztheater die „Begegnungen“ statt, ein Projekt, das Menschen aus der Stadt und der Region mit den Profis des Theaters zusammenbringt.

Den Anfang dieser Projektreihe machte 2013 ein großes Tanzprojekt mit dem Ballettensemble und 150 Laien, gefolgt von einem Konzert des Orchesters mit jugendlichen Musikerinnen und Musikern. Im letzten Jahr stand dann eine Uraufführung eines Chorwerks auf dem Programm, komponiert von dem jungen Komponisten Jan Paul Werge. Gemeinsam mit dem Opernchor des Pfalztheaters standen bei diesen Aufführungen 80 Menschen mit und ohne Handicap auf der Bühne und erzählten die Geschichte von jungen Menschen, die auszogen, das Leben zu lernen. In diesem Jahr wird im Rahmen dieser Projektreihe die Inszenierung einer Oper für Kinder mit Kindern als Protagonisten realisiert. Dafür wurde ein Stück gefunden, dessen Titel und Inhalt nicht aktueller sein könnten: „Flüchtling“ heißt die Oper des Italieners Lucio Gregoretti. Das Stück des 1961 in Rom geborenen und dort lebenden Komponisten dreht sich um das Flüchtlingsmädchen Djamilla, das ohne Eltern nach Deutschland gekommen ist und nun Hilfe braucht. Die findet sie in Noémie und Camille, zwei Kindern einer Schule, die gemeinsam mit ihren Mitschülern und den Lehrern Juliette und Maxime zunächst gegen den Willen des Schulrektors einen Plan aushecken, um Djamilla ein Leben in Deutschland zu ermöglichen. Mit viel kindlicher Phantasie und den Themen Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut im Zentrum zeigt dieses Stück in der Bearbeitung von Doris Schumacher, wie viel man erreicht, wenn man zusammenhält, sich bedingungslos für etwas einsetzt und für das einsteht, woran man glaubt.

Ein großes Team an kreativen Köpfen des Pfalztheaters hat sich zusammengefunden, um dieses Projekt zu realisieren: Die Regie übernimmt Doris Schumacher, die als Regieassistentin am Pfalztheater beschäftigt ist, die Musikalische Leitung liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters Markus Bieringer, die Einstudierung des Kinderchores übernimmt Chordirektor Johannes Köhler. Für die Ausstattung des Stücks zeichnet Eva Praxmarer verantwortlich und die Projektleitung hat – wie immer bei den „Begegnungen“-Projekten – Tanja Hermann. Unterstützt werden sie von Theaterpädagogin Katja Bach, dem Assistenten Moritz Gehnen und FSJlerin Anne Scholz.
Aus seiner Begeisterung für diese Projekte hat der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder mit großer Freude die Schirmherrschaft für „Flüchtling“ übernommen. Unterstützung erfährt das Theater für diese Produktion außerdem von den Freunden des Pfalztheaters e. V.

Im Zentrum der Aufführungen stehen die Mitglieder des Kinderchores des Pfalztheaters. Sie übernehmen alle Rollen der Kinder, sowohl in der Gruppe als auch solistisch. Ihnen zur Seite stehen die Opernsolisten Monika Hügel, Daniel Ewald, Peter Floch und als Gast Lukas Eder.
Den Part des Orchesters übernimmt das Schulorchester des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, unterstützt von Schülerinnen und Schülern des Rittersberg-Gymnasiums.
Sie studieren das Stück sowohl mit ihren Orchesterleitern als auch mit Markus Bieringer ein und werden alle Vorstellungen ohne Profis in ihren Reihen alleine bestreiten.

Zu Beginn der Arbeit an dem Stück, das 2009 uraufgeführt wurde, traf sich das Kernteam mit dem Komponisten, um eine Version für Kaiserslautern zu erstellen. Lucio Gregoretti reiste dafür eigens aus Rom nach Kaiserslautern und in einer sehr kreativen und freundlichen Atmosphäre gelang es dem Team, gemeinsam mit ihm die richtige Fassung für die Bedingungen in Kaiserslautern herzustellen. Lucio Gregoretti wird die Arbeit an dem Stück verfolgen und begleiten und dafür zu den Endproben und der Premiere in Kaiserslautern sein.

Es folgte die Einrichtung des Stücks, der Noten und die Auswahl der Kindersolisten, die sich bei einem Vorsingen bewährten.
Und dann begannen die szenischen Proben. Zum Auftakt waren auch die Eltern der Kinder geladen und gemeinsam näherte man sich dem Thema des Stücks an. Danach startete Doris Schumacher in die konkrete Probenarbeit und wie immer bei diesen Projekten ist der Weg zur Premiere ein ganz besonderer, da alle Teilnehmer den kreativen Prozess mitgestalten und jeder so sein darf, wie er ist. Und der Spaß an der Sache kommt natürlich auch nie zu kurz.
Das macht diese Projekte außergewöhnlich spannend und zu etwas ganz Besonderem. Alle Beteiligten sind gespannt auf die Premiere und freuen sich schon heute auf die Vorstellungen, die sowohl an Vormittagen für Schulen als auch im Freien Verkauf an Wochenenden und Abenden auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters stattfinden werden.

Preise Werkstattbühne

Besetzung

Juliette, eine Lehrerin Monika Hügel
Maxime, ein Lehrer Peter Floch / Daniel Ewald
Herr Ribat, der Schuldirektor Lukas Andreas Eder

Leitung

Musikalische Leitung: Markus Bieringer
Inszenierung: Doris Schumacher
Bühne und Kostüme: Eva Praxmarer
Chor: Johannes Köhler
Produktionsleitung und Dramaturgie: Tanja Hermann