4. Pfalztheaterkonzert.




Franz Schubert: Symphonie h-Moll D 759 „Unvollendete“
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5

Sonntag, 10|06|2018 | 18.00 Uhr | Großes Haus

„Die Menschen muss man nehmen, wie sie sind, nicht wie sie sein sollten.“ Franz Schuber
„Meine Zeit wird kommen.“ Gustav Mahler


Erst 1867 erschien der Erstdruck der beiden vollendeten Sätze
von Franz Schuberts Symphonie in h-Moll. Schon bald darauf
entwickelte sie sich zu einer der bekanntesten ihrer Gattung. Sie
manifestiert Schubert als Symphoniker neben Beethoven und zeigt
eine klare Emanzipation von den symphonischen Großmeistern der
Klassik, Mozart und Haydn. Man muss sich immer wieder vor Augen
führen, dass Schubert zwar als Liedkomponist große Erfolge feierte,
aber im symphonischen Genre einen äußerst schweren Stand
hatte. Ludwig van Beethoven hatte mit seinen neun Symphonien
die Welt der Gattung völlig auf den Kopf gestellt und neu definiert.
Daher auch Schuberts berühmter Ausspruch: „Wer vermag nach
Beethoven noch etwas zu machen?“ Vor allem mit der „Unvollendeten“
fand er aber einen Weg neben Beethoven. Leider wurde sie
erst nach dem Tod des Komponisten entdeckt. Die Komposition
stellt die Musikwissenschaft seitdem, was Datierung, Rezeptionsgeschichte
und Vollständigkeit (u. a.) angeht, vor einige Rätsel.
Nach Attila Csampai hat der Charakter dieser Symphonie erst in
der Musik Gustav Mahlers eine Weiterentwicklung erfahren. Mit
dessen fünfter Symphonie setzen wir unseren Mahler-Zyklus fort.
Diese Symphonie gehörte zu den beliebtesten und am häufigsten
aufgeführten Werken Gustav Mahlers. Sicherlich hat zu ihrer
Popularität Viscontis Film „Tod in Venedig“ beigetragen, der den
vierten Satz, das Adagietto, als Filmmusik verwendete und damit
weltberühmt machte.
Zwischen Schuberts „Unvollendeter“ und Mahlers Fünfter gibt
es bis in die Tonartenverwendung mannigfaltige Bezüge. In der
verborgenen Programmatik und ihrer Komplexität stellten sie
ihr zeitgenössisches Publikum vor Herausforderungen. Mahler
schrieb: „O, könnte ich meine Symphonien fünfzig Jahre nach
meinem Tod uraufführen!“ Hatte Schubert seine Symphonie aus
ähnlichen Gründen nicht vollendet oder zurückgehalten? Eine weitere
Frage, die wohl nie geklärt wird.

Preise E


Die Reihe der Pfalztheaterkonzerte wird unterstützt von der Stadtsparkasse Kaiserslautern,
der Kreissparkasse Kaiserslautern und den Stadtwerken Kaiserslautern.

Besetzung


Orchester des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Uwe Sandner