Nachtfoyer.



„Ein Stern fällt“ – Erinnerungen an Joseph Schmidt
Anlässlich des 75. Todestages von Joseph Schmidt erinnert Günther Fingerle in einem Nachtfoyer am Volkstrauertag, dem 19. November, an den unvergesslichen Sänger.
Der Sohn deutschsprachiger Juden wurde 1904 in der Bukowina geboren. Schmidt sang schon als Kind in der jüdischen Gemeinde und studierte ab 1925 in Berlin Gesang. 1929 wurde der Rundfunk auf seine einzigartige Stimme aufmerksam. Trotz seiner nur 1,54 Meter betragenden Körpergröße entdeckte ihn nun auch der frischgebackene Tonfilm, und Schmidt startete eine Weltkarriere.
Als ihn die Nazis 1933 in Deutschland verboten, begannen Jahre der Flucht und Ungewissheit. Trotz weiterer internationaler Erfolge – er debütierte 1937 an der New Yorker Carnegie Hall – kam der Künstler nicht mehr zur Ruhe. Als Folge der Strapazen seiner Flucht aus Frankreich in die Schweiz starb er am 16. November 1942 völlig entkräftet in einem Internierungslager bei Zürich. Günther Fingerle erinnert in der Theaterlounge mit Tonbeispielen und Texten an den großen kleinen Sänger, dessen Kunst und tragisches Leben nicht vergessen werden sollen.

Der Titel "Ein Stern fällt" verweist sowohl auf einen seiner großen Filmschlager ("Ein Stern fällt vom Himmel") als auch auf seine Grabinschrift.

Besetzung

Günther Fingerle