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Aktuelles.

Junges Theater 2016

Premiere am 25. Juni auf der Werkstattbühne:
Das Junge Theater spielt "Einige Nachrichten an das All"


In „Einige Nachrichten an das All“ geht es um um alles. Wirklich alles. Oder, wie es im Stück steht, „dieses entsetzliche große Ganze“. Das ist kichernd vergnügt und tränenleer traurig. Lum und Purl Schweitzke, die beiden verkrüppelten Figuren des Stückes, sind über die eigentliche Handlung irgendwie im Unklaren gelassen worden. Was also soll das alles? Worin liegt der Sinn ihres und unseres Daseins? Darauf gibt es keine Antwort, für die beiden nicht und für uns nicht. Die beiden beschließen: ein gemeinsames Kind, das wäre die Lösung! Das würde ihrem Dasein einen Sinn geben! Aber das Glück hat das für sie nicht vorgesehen, wie ihnen lakonisch der Leiter des Fortgangs (LdF) erklärt. Im Übrigen hat das Glück für überhaupt keine Figur des Stückes (und für uns?) irgendetwas vorgesehen. Da ist der Alleinerziehende Klaus Alberts, der um seine tote Tochter Hilda trauert. Und der Forscher Rafinesque und der Politiker Pofalla. Die wiedergeborene Hilda, der auferstandene Kleist. Man schickt einige Nachrichten an das All, sprachliche Verknappungen des Lebens, die Essenz des Seins. Sozusagen. Und am Ende? Die Welt in Scherben, das Stück in Trümmern. Aber, wie Wolfram Lotz schreibt: „Das Theater ist der Ort, wo Wirklichkeit und Fiktion aufeinandertreffen, und es ist also der Ort, wo beides seine Fassung verliert in einer heiligen Kollision. Wir müssen sterben, aber wir glauben nicht daran.“

Yvonne Kespohl zeichnet für Inszenierung und Bühne verantwortlich. Helen Maria Boomes kreiert die Kostüme.

Karten gibt es gleich hier oder unter Tel. 0631/3675-209.