Zur Übersicht.

Aktuelles.

Kammeropern letztmals am 4. Juli

„Heart Sutra“ (Deutsche Erstaufführung) & „The Raven“

„Heart Sutra“ von Christian Jost (DE) basiert auf einer Geschichte aus dem Shanghai der 1930er Jahre von Zhang Ailing. In dem strengen Korsett der chinesischen Gesellschaft erlebt eine junge Frau, Xiao-Han, wie ihre Familie zerbricht, als ihr Vater eine Affäre mit ihrer Freundin beginnt. Schockiert muss sie feststellen, dass sie selbst der Auslöser dafür ist. Sie hatte immer die Ehe ihrer Eltern untergraben und mit der Mutter um die Liebe ihres Vaters gebuhlt. Die Mutter hat dies ohne Widerstand erduldet, um die Familie zu schützen und die Fassade aufrechtzuerhalten. Der Vater hat die Flucht ergriffen, um eine inzestuöse Verbindung mit der Tochter aus dem Wege zu gehen.
Der japanische Komponist Toshio Hosokawa hat für seine Monooper das weltbekannte Gedicht „The Raven“ („Der Rabe“) von Edgar Allan Poe gewählt: Ein Mann trauert um seine verstorbene Geliebte, als ihm ein Rabe zufliegt, der nur ein einziges Wort spricht: „Nimmermehr“. Der Mann tritt zögerlich in einen Dialog mit dem Raben, der immer intensiver wird. Er stellt dem Vogel Fragen, obwohl er immer dieselbe Antwort erhält, und verfällt immer weiter in Depression.
Hosokawa sieht in der Textvorlage Parallelen zum japanischen No-Theater mit seinen Fabelwesen und hat eine eindringliche Musik dazu komponiert.
 
Die musikalische Leitung hat Johannes Witt. Es inszenierte Martina Veh. Die Ausstattung entwarf Christl Wein-Engel. Als Live-Zeichner mit dabei: Freddy Engel.
Es singen und spielen: Polina Artsis, Aoife Gibney, Monika Hügel, Peter Floch sowie das Orchester des Pfalztheaters.
Für den Kammeropern-Doppelabend gibt es nur noch zwei Chancen:
am 30.6. und letztmals am 4.7. Die für den 6. Juli vorgesehene Vorstellung muss leider entfallen.


Karten hier oder unter Tel. 0631/3675.