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Aktuelles.

Vernissage "Erzwungenes Finale - Ende der Vorstellung"

Ausstellungseröffnung am 25.11.2017, 17.30 Uhr, Foyer:
"Erzwungenes Finale – Ende der Vorstellung"

Schauspieler, Sänger, Kabarettisten, Regisseure – Von Deutschlands Bühnen vertrieben durch die Nazis.
2013 ist das Jahr, in dem in Berlin unter dem Titel Zerstörte Vielfalt mit zahlreichen Veranstaltungen an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnert werden soll.
Als die Nationalsozialisten 1933, vor 80 Jahren, hierzulande die Macht übernahmen, versprachen sie ein Deutschland, in dem sich das Kunst- und Kulturleben zu voller Blüte entfalten sollten. Die Wirklichkeit sah anders aus. Theater, Film, Musik, Malerei und Literatur wurden bevormundet und zensiert, die Medien, Film, Funk und Presse gleichgeschaltet.

Mit der Ausstellung "ERZWUNGENES FINALE – Ende der Vorstellung" soll an die berühmten Bühnenkünstler, Schauspieler, Sänger, Kabarettisten und Regisseure in Deutschland erinnert werden, die in den 1930er Jahren aus politischen oder rassischen Gründen mit einem Auftrittsverbot belegt waren, ins Exil getrieben oder ermordet wurden. Dabei werden einige exemplarische Künstlerschicksale dieser Zeit dokumentiert: Schauspielerinnen wie Elisabeth Bergner, Tilla Durieux, Therese Giehse, Annemarie Hase, Lucie Mannheim, Grete Mosheim, Camilla Spira und Helene Weigel, Schauspieler wie Siegfried Arno, Albert Bassermann, Curt Bois, Ernst Deutsch, Kurt Gerron, Erwin Geschonneck, Joachim Gottschalk, Paul Graetz, Peter Lorre, Hans Otto, Conrad Veidt, Otto Wallburg und Adolf Wohlbrück, Sängerinnen wie Marlene Dietrich und Fritzi Massary, Sänger wie Ernst Busch und Richard Tauber, Theater-Regisseure wie Fritz Kortner, Wolfgang Langhoff, Erwin Piscator und Max Reinhardt.

Dem Pfalztheater ist es gemeinsam mit der „Offenen Gesellschaft“ gelungen, die Wanderausstellung als Rahmenprogramm zu den „Comedian Harmonists“ nach Kaiserslautern zu holen.

Die von Volker Kühn nach einer Idee von Lea Rosh zusammengestellte Ausstellung wird am Samstag, 25.11.2017 um 17.30 Uhr eröffnet und ist bis Weihnachten im Foyer des Pfalztheaters zu sehen.

Als Redner haben sich Intendant Urs Häberli und Mitinitiator Dr. Michael Wildberger zur Vernissage angesagt.
Für die musikalische Umrahmung sorgt Flötistin Laura Weiß.

(Autogrammpostkarte Adolf Wohlbrück, privat)