Künstlerische Leitung Header
Urs Häberli 2015

Urs Häberli.

Intendant

Der Intendant des Pfalztheaters Urs Häberli steht seit dem Beginn der Spielzeit 2012|13 an der Spitze des Pfalztheaters, ist aber dem Lauterer Publikum kein Unbekannter. Urs Häberli wirkte bereits unter seinem Vorgänger Johannes Reitmeier seit 2002 als Betriebs- und Operndirektor und Stellvertreter des Intendanten am Pfalztheater, wo er auch regelmäßig als Regisseur Akzente setze, so inszenierte er in dieser Zeit u. a. Verdis „Macbeth“, Mozarts „Zauberflöte“, Puccinis „Turandot“, „Flammen“ von Erwin Schulhoff, „L'Orfeo“ von Claudio Monteverdi, das Kammermusical „Die letzten fünf Jahre“, Purcells Barockspektakel „Die Feenkönigin“, die Rockoper „Die Chronik der Unsterblichen – Blutnacht“ sowie die Wiederentdeckung „Verkündigung“ von Walter Braunfels. Seine erste Spielzeit als Intendant eröffnete er mit der Inszenierung von Rossinis "Wilhelm Tell". Mit Alban Bergs "Wozzeck" ist ihm eine weitere überregional beachtete Regiearbeit gelungen.
Begonnen hat Häberlis Laufbahn zunächst mit einer Schauspielausbildung in seiner Heimatstadt Bern, bevor er den Weg des Regisseurs einschlug. Als Regieassistent war er am Theater Biel-Solothurn, am Theater Regensburg und schließlich an der Oper Frankfurt engagiert, wo er mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Thomas Langhoff, Robert Carsen, Cesare Lievi und Peter Mussbach zusammenarbeitete. In Frankfurt gab er auch sein Debüt als Regisseur mit Paul Burkhards Operette „Feuerwerk“ - mit niemand geringerem als Anny Schlemm in der Rolle der Köchin. Als freischaffender Regisseur in den Jahren 1990 bis 2000 war er anschließend vor allem im Musiktheater sowohl in Oper, Operette und Musical tätig, doch unternahm er regelmäßig Ausflüge ins Schauspiel. Stationen seiner Regiearbeiten waren u. a. Biel, Passau, Braunschweig, Osnabrück, Neustrelitz, Potsdam, Regensburg, Halle, Bochum, Tel Aviv und Nantes.
Ab der Spielzeit 2000|01 war er für zwei Jahre als Persönlicher Referent der Intendantin und Chefdisponent am Theater Regensburg tätig. Auch dort inszenierte er regelmäßig im Bereich des Musiktheaters, entdeckte für sich aber auch die Leidenschaft, in leitender Position betriebliche Vorgänge zu koordinieren und Verantwortung zu übernehmen. Angespornt durch Fortbildungen im Bereich des Kulturmanagements, u. a. an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, sowie an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung setzte sich der Schweizer das Ziel, weiter in leitender Position sich zu bewähren.
So überlegte er nicht lange, als er im Jahre 2002 von Johannes Reitmeier das Angebot bekam, mit ihm an das Pfalztheater Kaiserslautern zu wechseln. Zu der Arbeit am Pfalztheater konnte sich Urs Häberli auch regelmäßig außerhalb als Gastregisseur unter Beweis stellen. So inszenierte er in den letzen Jahren u. a. am Opernhaus Halle („Evita“ und der „Zauberer von Os“), an den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen („Amadeus“ und „Siegfrieds Tod“), „Les Misérables“ bei den Thuner Seespielen, „Stella“ von Johann Wolfgang Goethe am DAS Theater, Bern und „Jedermann“ an den Burgfestspielen Mayen. Ferner war Urs Häberli auch mit einem Lehr- und Regieauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mannheim tätig.
La Cenerentola (Aschenputtel)
Komische Oper von Gioacchino Rossini, Text von Jacopo Ferretti