Die Feenkönigin
Kritik im Trierischen Volksfreund von Dieter Lintz vom 22.6.2011
"Ein ungewöhnliches, aber höchst erfolgreiches Experiment hat das Pfalztheater Kaiserslautern zum Saisonschluss auf die Bühne gebracht: Henry Purcells Oper "Die Feenkönigin" und Auszüge aus Shakespeares "Sommernachtstraum" vereinigen sich zu einem fantastischen Abend aus Musiktheater, Ballett und Schauspiel.
(...) Manchmal muss man Glück haben mit dem Timing: Morgens wurde am Pfalztheater verkündet, dass Operndirektor Urs Häberli Nachfolger des nach Innsbruck wechselnden Intendanten Johannes Reitmeier wird, und abends konnte Häberli als Regisseur mit der "Feenkönigin" einen rauschenden Erfolg einfahren.
Dabei gelang ihm etwas, was oft probiert wird, aber selten funktioniert: eine nahtlose Fusion von Sängern, Schauspielern und Tänzern. Fast unmerklich gehen die Szenen aus Purcells Shakespeare-Oper und dem Original-Schauspiel ineinander über. Akteure, die man für Schauspieler hielt, beginnen plötzlich, zu singen. Sänger wiederum spielen, sprechen und bewegen sich, als hätten sie nie etwas anderes getan. Allein die Tänzer bleiben Beiwerk, aber was für eins: Skurrile, lustige, bedrohliche Waldgeister, die buchstäblich durch die Handlung geistern.
Das Verwirrspiel um Feenkönige und Zauberer, Verliebte und Verstörte, schauspielernde Handwerker und griechische Adlige läuft ohne Hektik ab, aber in einem Tempo, das die drei Stunden Netto-Spielzeit wie im Flug vergehen lässt.
Dabei gelang ihm etwas, was oft probiert wird, aber selten funktioniert: eine nahtlose Fusion von Sängern, Schauspielern und Tänzern. Fast unmerklich gehen die Szenen aus Purcells Shakespeare-Oper und dem Original-Schauspiel ineinander über. Akteure, die man für Schauspieler hielt, beginnen plötzlich, zu singen. Sänger wiederum spielen, sprechen und bewegen sich, als hätten sie nie etwas anderes getan. Allein die Tänzer bleiben Beiwerk, aber was für eins: Skurrile, lustige, bedrohliche Waldgeister, die buchstäblich durch die Handlung geistern.
Das Verwirrspiel um Feenkönige und Zauberer, Verliebte und Verstörte, schauspielernde Handwerker und griechische Adlige läuft ohne Hektik ab, aber in einem Tempo, das die drei Stunden Netto-Spielzeit wie im Flug vergehen lässt.
(...) Das Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Uwe Sandner überzeugt - obwohl keine Barock-Spezialisten - mit einem dichten, authentischen Klangbild, großer Rhythmussicherheit und vorzüglichen Soli. Unter den Sängern ist Astrid Kessler das Pfund, mit dem die Produktion am stärksten wuchern kann: betörend schön bei einer Trauer-Arie wie "Let me weep", ausdrucksvoll, souverän.
Bei den Schauspielern ragt Henning Kohne als Handwerker Zettel heraus - mit einem gewagten Eselskostüm, aus dem auch wiederum einiges herausragt.
Überhaupt geben die Handwerker eine Loriot-reife Comedy-Truppe ab, befeuert durch die pfiffige Übersetzung von Frank Günther.
Das Premieren-Publikum mochte mit dem Jubeln überhaupt nicht mehr aufhören."
Bei den Schauspielern ragt Henning Kohne als Handwerker Zettel heraus - mit einem gewagten Eselskostüm, aus dem auch wiederum einiges herausragt.
Überhaupt geben die Handwerker eine Loriot-reife Comedy-Truppe ab, befeuert durch die pfiffige Übersetzung von Frank Günther.
Das Premieren-Publikum mochte mit dem Jubeln überhaupt nicht mehr aufhören."
Lesen Sie den Bericht von Petra Rödler im "Insider" unter:
