• Schauspiel

Antigone
- Tragödie von Sophokles

Beide Brüder Antigones fallen im Kampf um Theben: Polyneikes als Angreifer, Eteokles als Verteidiger. Kreon, der neue Herrscher Thebens und gleichzeitig Onkel der Geschwister, lässt Eteokles standesgemäß beerdigen, während er Polyneikes die Bestattung verweigert, um ein Exempel zu statuieren. Antigone widersetzt sich dem Verbot und vollzieht die heiligen Bestattungsriten an Polyneikes, obwohl darauf die Todesstrafe steht. Sie bietet Kreon die Stirn und stellt die göttlichen Gebote über die Staatsräson. Antigone wird zum Tode durch Einmauern verurteilt. Obwohl Kreons Sohn Haimon, der mit Antigone verlobt ist, und der Seher Teiresias den Herrscher zur Besonnenheit mahnen, hält dieser unbeugsam an seinem Urteil fest. Erst als der Seher ihm ein furchtbares Schicksal als Götterstrafe für seine Freveltat voraussagt, lässt er sich umstimmen. Doch die Besinnung kommt zu spät. Antigone hat sich in ihrem Gefängnis erhängt, Haimon findet sie und erdolcht sich. Anschließend nimmt sich auch Kreons Gemahlin aus Verzweiflung über den Tod ihres Sohnes das Leben.

Das Stück führt vor Augen, dass Starrsinn und Verblendung den Menschen unausweichlich in den Abgrund führen, denn: »Allen Segens Anfang heißt Besinnung. Was der Götter ist, entweihe keiner! Überhebung büßt mit großem Falle.«
 
Eine Koproduktion mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen.
  •  Hansgünther Heyme (Inszenierung und Ausstattung)
  • Sebastian Fust / Éva Adorján (Mediengestaltung in Zusammenarbeit mit dem KST)
  • Shadi Hedayati (Antigone / Eurydike)
  • Jana Zöll (Ismene)
  • Peter Kaghanovitch (Kreon)
  • Wolfgang Robert (Teiresias)
  • Mathias Wendel (Haimon)
  • Stephan Wriecz (Wachtmann)