Antigone.



Antigone_Stueckseite_Teaser
Tragödie von Sophokles
Premiere 30|01|2020  |  Werkstattbühne
„Ungeheuer ist viel und nichts ist ungeheurer als der Mensch."
Im Zentrum steht ein Akt zivilen Ungehorsams: Die beiden verfeindeten Brüder Eteokles und Polyneikes haben sich in dem furchtbaren Bürgerkrieg in Theben gegenseitig umgebracht: Der eine ist als Held der Stadt gefallen, der andere als Feind und Terrorist schmählich verreckt. Damit wird Eteokles, dem Helden, ein ehrenvolles Begräbnis zuteil und die Leiche Polyneikes‘ den Vögeln zum Fraß gelassen, so wollen es das Gesetz und Kreon, der neue Herrscher über Theben. Doch Kreon ist nicht nur der neue Herrscher, sondern auch der Onkel von Polyneikes, Eteokles, Antigone und Ismene. Und Antigone rebelliert gegen die Vorgehensweise des Onkels. Obwohl strengstens untersagt, stellt Antigone ihre Liebe zu ihrem Bruder und ihr Gerechtigkeitsempfinden über herrschendes Gesetz und beerdigt Polyneikes trotz des Verbotes. Unverzüglich spricht Kreon das Todesurteil aus, obwohl Antigone die Verlobte seines Sohnes Haimon ist. Die Unvereinbarkeit des moralischen Empfindens mit der herrschenden Rechtssprechung führt unweigerlich alle handelnden Figuren in die Tragödie.
Auch 2.500 Jahre später sind die aufgeworfenen Fragen der großen antiken Tragödie aktuell: Was ist dir so heilig, dass du dafür dein Leben aufs Spiel setzen würdest? Für welche Überzeugung kannst und musst du bestehendes Gesetz brechen? Welcher Zweck heiligt deine Mittel?
Und ganz zum Schluss auch die Frage, wieso die Menschen eine unauslöschliche Sehnsucht nach einem Helden haben.

Bei der Aufführung am 24|04|2020 handelt es sich um eine geschlossene Vorstellung, für die keine Karten im freien Verkauf erhältlich sind.

Preise Werkstattbühne

Mit

Antigone Sophia Hahn
Kreon Hannelore Bähr
Bote, Wächter, Chor Michel Kopmann
Haimon, Chor Robin Meisner
Ismene, Chor Jelena Kunz
Teiresias, Chor Aglaja Stadelmann

Leitung

Inszenierung Yvonne Kespohl
Bühne und Kostüme Lydia Huller
Dramaturgie Melanie Pollmann
Musik Lukas Brehm | Jonas Pentzek