Türkisch Gold.



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Jugendstück von Tina Müller (Gastspiel Theater Trier)
Jonas und Luiza sind beste Freunde, irgendwie schon immer. Doch hat jetzt Jonas sich in Aynur verliebt. Das Mädchen mit türkischen Wurzeln geht in Luizas Parallelklasse und Jonas weiß nicht so recht, wie er sich verhalten soll. Luiza ist leider keine große Hilfe: Sie führt alle möglichen Schwierigkeiten ins Feld, die Jonas nur noch mehr verunsichern. Darf Aynur überhaupt mit einem deutschen Jungen zusammen sein? Und will sie das überhaupt? Was sagen Aynurs muslimische Eltern zu einem Verhältnis ihrer Tochter mit einem „Ungläubigen“? Was wird Kerim, Aynurs Zwillingsbruder, Jonas antun für die Schande, die er über die Familie bringt? Außerdem ist da noch Marius, der rechtsradikale Mitschüler von Jonas, der auch nicht gerade zimperlich ist, wenn Deutsche sich mit Ausländern „einlassen“. Und überhaupt: „Aynur ist eingebildet, redet nicht mit Jungs, steckt immer mit ihren muslimischen Freundinnen zusammen.“, behauptet Luiza.

Luiza und Jonas spielen trotzdem alle möglichen Situationen durch: Sie schlüpfen in die Rollen sämtlicher beteiligter Personen – und stolpern immer wieder über Klischees und Vorurteile, die in ihren eigenen Köpfen herumschwirren.

Türkisch Gold handelt von Vorurteilen, Angst vor Ablehnung und von der großen Liebe. Raffiniert werden interkulturelle Vorurteile und Intoleranzen aufgedeckt, aufs Korn genommen und mit hintergründigem Humor entlarvt.

Inszenierung: Agnes Otto | Bühne: Mara Zechendorff | Kostüme: Rabea Stadthaus | Dramaturgie: Philipp Matthias Müller
Mit: Davina Donaldson (Luiza) | Martin Geisen (Jonas)