Minna von Barnhelm.



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Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing
Premiere 21|09|2019  |  Großes Haus

„... das Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruß."

Der Siebenjährige Krieg ist vorbei, Preußen und ganz Europa befinden sich in einem Wirtschaftschaos und der vollkommen mittellose Major Tellheim kehrt aus dem Krieg zurück. Er hatte den Kriegsverlierern gegenüber Mitleid und hat die Gelder, die er eigentlich bei den Verlierern eintreiben sollte, kurzerhand selber gezahlt. Daraufhin wurde er, aufgrund falscher Beschuldigungen über die Veruntreuung von Geldern, unehrenhaft aus dem Militär entlassen. Verwundet, heimat- und mittellos, tief in seiner Ehre und seinem Selbstbild verletzt, verbirgt sich Tellheim sogar vor seiner Minna, mit der er sich noch vor dem Krieg verlobt hat, in einer heruntergekommenen Absteige.
Doch Minna akzeptiert das so nicht: Sie will ihren Tellheim nun endlich heiraten und beginnt geschickt ein Wort- und Verwirrspiel: Sie behauptet, selbst ebenso verarmt zu sein wie Tellheim, um ihm im Nichtshaben wieder gleichgestellt zu sein, entfacht immer neue Verwicklungen und sie lässt vor allem nicht von Tellheim ab.

Lessings Lustspiel „Minna von Barnhelm", das 1767 in Hamburg uraufgeführt wurde, ist eine spielerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenbildern und moralischer Eitelkeit, die mit zweierlei Maß misst. Mit „Minna von Barnhelm" hat der Autor ein Stück voller Sprachwitz um eine moderne, redegewandte und emanzipierte Frauenfigur geschaffen.


Preise E

Mit

Major von Tellheim, verabschiedet Martin Schultz-Coulon
Minna von Barnhelm Jelena Kunz
Graf von Bruchsall, ihr Onkel Günther Fingerle
Franziska, ihr Mädchen Aglaja Stadelmann
Just, Bedienter des Majors Stefan Kiefer
Paul Werner, gewesener Wachtmeister des Majors Michel Kopmann
Der Wirt Henning Kohne
Riccaut de la Marlinière Jan Henning Kraus

Leitung

Inszenierung und Bühne Nicolai Sykosch
Kostüme Britta Leonhardt
Dramaturgie Andrea Wittstock