Spielplan.

25 Premieren sowie 1 Wiederaufnahmen in Musiktheater, Tanz und Schauspiel im Großen Haus und auf der Werkstattbühne sowie mobil in Schulen. Dazu Konzerte des Pfalztheater-Orchesters, Sonderveranstaltungen und viele Extras mehr.

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Premieren

Die Nibelungen

Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel

15|09|2018 | Großes Haus

Die Leiden des jungen Werthers

für die Bühne bearbeitet von Jan Bosse und Andrea Koschwitz

27|09|2018 | Werkstattbühne

Faust (Margarete)

Oper von Charles Gounod

29|09|2018 | Großes Haus

Tanz.2: Sechs Worte für Liebe

Tanzabend

06|10|2018 | Werkstattbühne

Die Comedian Harmonists

Stück mit Musik, von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

07|10|2018 | Großes Haus

Die Hochzeit des Figaro (Le nozze di Figaro)

Opera Buffa von Wolfgang Amadeus Mozart

20|10|2018 | Großes Haus

Tell Me on a Sunday (Bleib noch bis zum Sonntag)

Musical von Andrew Lloyd Webber

25|10|2018 | Werkstattbühne

Biedermann und die Brandstifter

Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

03|11|2018 | Großes Haus

Rapunzel

Figurentheater von und mit Maren Kaun

06|11|2018 | Werkstattbühne

Tanz.3: FeMale

Tanzabend von James Sutherland und Francesco Nappa

16|11|2018 | Werkstattbühne

Eine Weihnachtsgeschichte

Stück für Kinder nach Charles Dickens

18|11|2018 | Großes Haus

Out - Gefangen im Netz

Klassenzimmerstück von Knut Winkmann

22|11|2018 | Gastspiel Schule

Das Land des Lächelns

Operette von Franz Lehár

08|12|2018 | Großes Haus

Die Glasmenagerie

Stück von Tennessee Williams in der Übersetzung von Jörn van Dyck

10|01|2019 | Werkstattbühne

Mord auf Schloss Haversham (The play that goes wrong)

Komödie von Henry Lewis | Jonathan Sayer | Henry Shields

19|01|2019 | Großes Haus

Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung

Oper von Viktor Ullmann

26|01|2019 | Werkstattbühne

Jenufa

Oper von Leoš Janácek

09|02|2019 | Großes Haus

Othello (Tanz)

Tanzabend von James Sutherland nach William Shakespeare

02|03|2019 | Großes Haus

Fische

von Nele Stuhler

08|03|2019 | Werkstattbühne

Ein Volksfeind

Schauspiel von Henrik Ibsen aus dem Norwegischen von Coletta Bürling und Werner Buhss

16|03|2019 | Großes Haus

Oleanna

Stück von David Mamet in einer Übersetzung von Bernd Samland

21|03|2019 | TU Gebäude 46 Raum 110

Cabaret

Musical von John Kander | Fred Ebb

06|04|2019 | Großes Haus

Rienzi

Oper von Richard Wagner

04|05|2019 | Großes Haus

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

Stück für junge Menschen von Sibylle Berg

10|05|2019 | Werkstattbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Sück von Joël Pommerat

18|05|2019 | Großes Haus

Begegnungen!_7: Border

Oper von Ludger Vollmer

ab 08|06|2019 | Großes Haus

Die lächerliche Finsternis

nach einem Hörspieltext von Wolfram Lotz

ab 15|06|2019 | Werkstattbühne
Urs Häberli 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum!

„Ich hatte nichts und doch genug: Den Drang nach Wahrheit und die Lust am Trug.“ So heißt es – gesprochen vom Dichter – im Vorspiel auf dem Theater in Goethes „Faust“. Wir bedienen uns dieses Ausrufs „Drang nach Wahrheit – Lust am Trug“ und stellen ihn als Motto über die Spielzeit 2018|2019. Damit wollen wir das Ringen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit ins Zentrum unserer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Stücken und ihren Aussagen stellen, aber auch ins Zentrum eines Dialogs untereinander im Zuge unserer Arbeit, und vor allem mit Ihnen, unserem Publikum.      
Theater ist immer ein lebendiger Beitrag im gesellschaftlichen Diskurs im Ringen um die Wahrheit, es gibt sich manchmal kritisch oder auch provokativ, mal mit Distanz oder aber ganz direkt, manchmal fordert es auch zu Widerspruch heraus. Auch das Theater wird keine allgemeingültigen, definitiven Wahrheiten hervorbringen, aber es ist in seinem Anspruch immer wahrhaftig auf der Suche nach dem, „was die Welt“ – um wieder mit Goethe zu sprechen – „im Innersten zusammenhält“. Wir sind uns der Grenzen unserer Theaterarbeit durchaus bewusst: Mit einer Aufführung können wir die Zustände unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens oder gar der großen Weltpolitik nicht direkt verändern. Wir können aber, wir müssen sogar, Themen aufgreifen, die die Menschen beschäftigen. Mit unseren Mitteln können wir Dinge aufzeigen, gedankliche Zusammenhänge herstellen, die sonst unsichtbar blieben. In diesem Sinne ist das Theater seit jeher ein Ort der Reflexion und des Diskurses. Der Begriff „Wahrheit“ steht in unserer Zeit tatsächlich auf einem brisanten Prüfstand. Uns allen sind die täglichen Nachrichten über Falschinformationen als Mittel zur politischen Manipulation sehr präsent. Das mag historisch betrachtet nichts Neues sein, zu jeder Zeit wurde auch mit unlauteren Mitteln politische Propaganda betrieben, doch die neuen Wege der Kommunikation in den elektronischen Medien und sozialen Netzwerken verstärken und beschleunigen diese hänomene auf ungeheure Weise, so dass sie uns zum Teil bedrohlich erscheinen. Das Theater als analoge, gleichwohl vielgestaltige und mehrstimmige Kunst muss in diesem Kontext zu einem anderen, genaueren Hinsehen und Hinhören, zu einem Hinterfragen scheinbarer Gewissheiten einladen. Doch wir Theaterleute haben auch die Narrenfreiheit gepachtet, denn Theater ist stets auch ein Ort der Behauptungen, der Fiktion, der Phantasie, der Illusionen, wenn man so will, ein Ort für die „Lust am Trug“ im Sinne einer Lust, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, einer Lust am Masken- und Kostümspiel. Diese Lust wollen wir uns nicht nehmen lassen, und so verweist das diesjährige Motto auch auf unser ureigenes Wirken, erzählerisch mit Wahrheiten und Täuschungen umzugehen und auf geradezu paradoxe Weise dem Publikum im Spiel Wahrheiten aufzuzeigen, nicht nur im dokumentarischen Sinne, sondern vor allem als Anstoß, über diese weiter nachzudenken. Und dazu wollen wir Anlass geben in Dramen, in Opern und Operetten, im Tanz wie auch in Komödien und Musicals. Wir laden Sie alle herzlich ein, auch in der neuen Spielzeit mit uns diesen spannenden Weg zu gehen. So bleibt mir nur noch, wie der Theaterdirektor in Goethes „Faust“ zu verkünden: „Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen, und jedermann erwartet sich ein Fest.“ Seien Sie dabei! 
 
Urs Häberli 
Intendant

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