Spielplan.

Header_Premierenübersicht 20_21

Premieren

Endspiel

Schauspiel von Samuel Beckett

05|09|2021 | Werkstattbühne

Die Italienerin in Algier

Komische Oper von Gioacchino Rossini

18|09|2021 | Großes Haus

Enigma

Stück von Éric-Emmanuel Schmitt

19|09|2021 | Werkstattbühne

Last Paradise Lost

Rockoper von Günter Werno, Andy Kuntz, Stephan Lill und Johannes Reitmeier

ab 02|10|2021 | Großes Haus

Das gibt's nur einmal

Ein Werner-Richard-Heymann-Schlagerabend von und mit Günther Fingerle

ab 03|10|2021 | Werkstattbühne

Tyll

Stück nach dem Roman von Daniel Kehlmann

ab 23|10|2021 | Großes Haus

Tanz.5: What´s next?

Tanzabend von Huy Tien Tran

ab 29|10|2021 | Werkstattbühne

Bürckel! - Frau Gauleiter steht ihren Mann

Stück von Peter Roos

ab 06|11|2021 | Werkstattbühne

Schöne Bescherungen

Komödie von Alan Ayckbourn

ab 13|11|2021 | Großes Haus

Die kleine Hexe

Kinderstück von Otfried Preußler. Für die Bühne bearbeitet von John von Düffel

ab 27|11|2021 | Großes Haus

Kassandra

Tanzabend von James Sutherland

ab 22|01|2022 | Großes Haus

Der Popper

Stück von Caren Jeß

ab 29|01|2022 | Werkstattbühne

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Schauspiel nach Heinrich Böll

05|02|2022 | Großes Haus

Der Vogelhändler

Operette von Carl Zeller

ab 26|02|2022 | Großes Haus

Alcina

Oper von Georg Friedrich Händel

ab 19|03|2022 | Großes Haus

Die Räuber

Schauspiel von Friedrich Schiller

ab 02|04|2022 | Großes Haus

Extrem laut und unglaublich nah

Stück nach Jonathan Safran Foer

08|04|2022 | Werkstattbühne

Roméo et Juliette

Oper von Charles Gounod

30|04|2022 | Großes Haus

Songs for a new world (Lieder für eine neue Welt)

Musical von Jason Robert Brown

ab 05|05|2022 | Werkstattbühne

Der Fiskus

Stück von Felicia Zeller

21|05|2022 | Werkstattbühne

How to Date a Feminist

Komödie von Samantha Ellis

ab 04|06|2022 | Theaterhof

Salome

Musikdrama von Richard Strauss

ab 25|06|2022 | Großes Haus

Junges Theater

03|07|2022 | Werkstattbühne
Urs Häberli 2015

Liebes Publikum!

Mit dieser begonnenen Spielzeit mache ich sozusagen die Zahl „Zehn“ voll! Es wird meine zehnte und letzte Spielzeit sein, die ich als Intendant künstlerisch zu verantworten habe. Nach diesen schwierigen pandemischen Zeiten hoffen wir alle vom Pfalztheater, dass wir in dieser Spielzeit Sie wieder mit vielen schönen und anregenden Theater- und Konzertabenden erfreuen können. Wagen wir es, wenn auch mit Bedacht! Denn die Spielzeit wird schon mal ohne Theaterfest starten müssen, diese Zahl von Besucherinnen und Besuchern dürfen wir noch nicht verantworten. Auch die ersten Monate der Spielzeit werden wir noch mit Aufführungen an Sie herantreten, die wir in Zeiten von Corona vertreten können.

Doch es soll nicht uninspiriert losgehen! Im Musiktheater eröffnen wir mit Rossinis Buffo-Oper „Die Italienerin in Algier“ – gesungen von vielen Mitgliedern unseres Musiktheaterensembles, die Musikalische Leitung übernimmt unsere Generalmusikdirektor Daniele Squeo. Sein Wunsch, die italienische Oper zu pflegen, kann er damit in dieser Spielzeit zum ersten Mal einlösen. Das Schauspiel Präsentiert nun endlich „Tyll“, die Bearbeitung des Romans von Daniel Kehlmann. Die Produktion musste mit dem ersten Lockdown vor nun fast 17 Monaten die Proben beenden. Mit einer ganz besonderen Uraufführung, der Rockoper „Last Paradise Lost“ von Günter Werno, Andy Kuntz, Stephan Lill und Johannes Reitmeier, wird die Tradition von in Musik gesetzten Mysterien nach dem Erfolg von „Everyman“ fortgesetzt, wenn auch coronabedingt in einer halbszenischen Fassung. Doch auch die Werkstattbühne hat mit ihren „Programmstartern“ viel zu bieten. Binnen kürzester Zeit werden Samuel Becketts „Endspiel“, Éric-Emmanuel Schmitts „Enigma“ und Günther Fingerles Heymann-Schlagerabend „Das gibt’s nur einmal“ das Angebot unseres Spielplans bereichern.

Die Sparte Tanz wartet mit zwei ganz besonderen Uraufführungen auf. Huy Tien Tran wird auf der Werkstattbühne „What’s next?“ inszenieren. Inhaltlich setzt sich der Choreograph mit der zentralen Frage, sicher auch geprägt durch die Erfahrung mit und um Corona, wie wir Menschen weiterleben können und wollen, auseinander. Um die Definition des Lebens und in diesem Fall auch um das Voraussehen von schicksalhaften Wendungen wird es in James Sutherlands Uraufführung „Kassandra“ gehen. Zwei spannende Ansätze, mit denen unsere Sparte Tanz starke Akzente im Spielplan setzen wird.

Daniele Squeos Intention der Pflege der italienischen Oper fließt in dieser Spielzeit auch in unser Konzertwesen ein. So dürfen wir uns neben Rossinis „Italiana“ auch auf ein Konzert ganz besonderer Art freuen. Maestro Squeo hat sich der drei Opern von Gaetano Donizetti angenommen, die die historische Epoche der englischen Tudor-Dynastie widerspiegeln: „Anna Bolena“, „Maria Stuarda“ und „Roberto Devereux“. Am 30. Oktober können Sie zum ersten Mal im Rahmen unserer Pfalztheaterkonzerte einen musikalischen Gang durch die drei Geschichten um die Tudor-Queens hören. Das Orchester des Pfalztheaters und Gesangssolist*innen werden uns die fulminanten Kompositionen Donizettis zum Hörgenuss bringen. Da dieses Konzert leider nicht mit Chor stattfinden wird, gestaltet unser Opernchor erneut ein eigenes Konzertprogramm. Anfang Dezember werden die Kolleginnen und Kollegen des Chores unter der musikalischen Leitung von Gerhard Polifka

u. a. Werke von Händel und Mendelssohn zur Aufführung bringen. Eine ganz besondere Ankündigung im Konzertprogramm möchte ich Ihnen hier nicht verschweigen. Der ehemalige Generalmusikdirektor Uwe Sandner folgt unserer Einladung, das 4. Pfalztheaterkonzert mit Werken von Maurice Ravel, Francis Poulenc und César Franck zu dirigieren. Ich freue mich, dass mit diesem Konzert ein über Jahre geschätzter Kollege und Wegbegleiter die Gelegenheit hat, sich noch einmal dem Publikum zu präsentieren und sich von Kaiserslautern zu verabschieden.

Im März 2020 waren wir sehr stolz, hier am Pfalztheater die ersten Theatertage Rheinland-Pfalz durchführen zu dürfen. Im Rahmen dieses Festivals wurden erneut auch die Else Lasker-Schüler-Dramatiker- und -Stückepreise verliehen. Die Theatertage wie auch die Preisverleihung werden nun im Jahre 2022 turnusgemäß in Mainz stattfinden, wo wir als Pfalztheater selbstverständlich beteiligt sein werden. Die Uraufführung von „Der Popper“ der Stückepreisträgerin 2020, Caren Jeß, erfolgt hier in Kaiserslautern im Januar 2022 und wird dann auch einer von drei Beiträgen des Pfalztheaters bei den Theatertagen in Mainz sein.

Liebes Publikum, Sie sehen, wir versuchen mit den unterschied-lichsten Angeboten und Formaten gut vorbereitet für eine spannende Spielzeit 2021|2022 zu sein. Theater soll Freude machen, Interesse wecken, zum Nachdenken bringen, Auslöser für kontroverse Diskussionen sein. Kurz: Es muss lebendig sein und das Leben bereichern!

Ich danke auf diesem Wege meinem ganzen Team, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit Energie, Geduld und Engagement zur Vorbereitung dieser Spielzeit viel beigetragen haben. Wir alle freuen uns wie neu auf Theater und Konzert. Und wir freuen uns auf Sie, liebes Publikum!

Ich möchte mich an der Stelle auch ganz herzlich bei Ihnen bedanken, für die Treue zum Pfalztheater, für das Interesse an unseren Spielplänen und die vielen Gespräche und Anregungen bei den Veranstaltungen. Denn vor allem auch Sie, meine Damen und Herren, leisten als Publikum Ihren Beitrag zu der „Unsterblichkeit des Theaters“. Dieser Satz von Max Reinhardt auf unsrem Spielzeitbuchcover hat nur dann Bestand, wenn Zuschauerinnen und Zuschauer unserer Zunft die Treue halten.

Nun mit viel Vorfreude auf eine spannende, lebendige, vielfarbige Saison grüße ich Sie ganz herzlich!

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