Trouble in Tahiti & Eine florentinische Tragödie.



Opern von Leonard Bernstein und Alexander Zemlinsky

In einem ungewöhnlichen Doppelabend stehen Paarbeziehungen im Fokus: Was hält ein Paar, dessen Liebe abgekühlt ist, zusammen? Welche Lebenslügen stehen zwischen Mann und Frau? Kann es einen Neuanfang geben? Leonard Bernstein in „Trouble in Tahiti“ und Alexander Zemlinsky in „Eine florentinische Tragödie“ vermitteln in dieser Themenlage sehr verschiedene Blickwinkel mit ganz eigenen, überraschenden Erkenntnissen.

Bernsteins „Trouble in Tahiti“ spielt in einer amerikanischen Kleinstadt der frühen 1950er Jahre. Das Ehepaar Dinah und Sam hat sich auseinandergelebt, nur der formalisierte Alltag hält sie noch zusammen. Sam sucht Anerkennung im Sportclub, Dinah flüchtet sich in die Traumwelt des Kinos – das Rührstück „Trouble in Tahiti“ ist einer ihrer Lieblingsfilme. In der Musik wechseln sich arienhafte Melodien mit fetzigen Songs ab, auch jazzige Elemente haben Eingang in die Partitur gefunden. Ein Gesangs- und Tanztrio übernimmt die Funktion des kommentierenden Chores. „Trouble in Tahiti“, 1952 uraufgeführt, ist zweifellos als Oper gemeint, die stilistische Nähe zum Musical ist dabei für den Komponisten Bernstein kein Widerspruch.

Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ erzählt vom Tuchhändler Simone, der bei der Rückkehr von einer Geschäftsreise seine Frau Bianca mit Guido Bardi, dem Prinzen von Florenz, ertappt. Simone geht zunächst darüber hinweg und behandelt den Liebhaber seiner Frau als einen Kunden. Aus dem betont höflichen Handelsgespräch entfacht sich ein handfester Streit um den Besitz der Frau, der zu einem Duell führt …
Alexander Zemlinsky lässt seine Komposition zwischen spätromantischem Tonfall, veristischem Operneffekt und moderner Klangwelt schillern. Die 1917 uraufgeführte Oper nach einem Text von Oscar Wilde hat Züge einer spannenden psychologischen Fallstudie.

Besetzung


Pfalzphilharmonie Kaiserslautern

Leitung

Musikalische Leitung Olivier Pols
Inszenierung Ute M. Engelhardt
Bühnenbild Christian Andre Tabakoff
Videodesign Gregor Eisenmann
Dramaturgie Andreas Bronkalla
Abenddirigent Olivier Pols