Die Nibelungen.



Teaser Stückseite
Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel
Premiere 15|09|2018 | Großes Haus

„Erzähl uns was, der Tag wird sonst zu lang.
Du weißt so mancherlei von starken Recken und von stolzen Fraun.“


Ostersonntag in Worms am Königshof: Siegfried schließt einen
verhängnisvollen Pakt mit König Gunther, dem Herrscher von Burgund:
Der mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Held soll
– getarnt unter der unsichtbar machenden Nebelkappe – stellvertretend
für Gunther die bisher unbesiegbare Brunhild im Wettkampf
besiegen und sie so für den Burgunderkönig erobern. Als Lohn
dafür soll er Gunthers Schwester Kriemhild zur Frau bekommen.
Verschwiegenheit wird vereinbart, doch schon bald fliegt die
Täuschung auf und die überlistete Brunhild tobt vor Wut und verlangt
nach Rache: Siegfried muss sterben. Hagen von Tronje, ein
Gefolgsmann König Gunthers, ermordet ihn hinterrücks. Kriemhild
erfährt von dem falschen Spiel und fordert Aufklärung und eine Anklage
des Mörders. Als ihr dies verweigert wird, setzt sie eine Kette
von Ereignissen in Gang, die nach Siegfrieds Ermordung beginnt
und in einen unerbittlichen Rachefeldzug mündet, an dessen Ende
der Untergang der Nibelungen besiegelt ist.
Das mittelhochdeutsche Nibelungenlied, aus dem Friedrich Hebbel
1862 eine Trilogie geschrieben hat, legt in dem alten Sagenstoff
tiefe menschliche Konflikte frei: Liebe, Betrug, Verrat und Mord. In
der Behandlung dieses deutschen Mythos zeigt uns Hebbel hinter
den archetypisch überhöhten Figuren Menschen, die getrieben
sind von ihren Leidenschaften.
Er führt uns eine Gesellschaft von zweifelhafter Moral vor, geprägt
von Neid, Machthunger und Maßlosigkeit, in der die hohe Kunst
der politischen Intrige auch vor Mord nicht zurückschreckt, und
erreicht damit eine erschreckende Gegenwärtigkeit.

Preise E

Besetzung

König Gunther Stefan Kiefer
Hagen Tronje Rainer Furch
Volker, der Spielmann Andreas Bittl
Giselher, Bruder des Königs Nicolas Handwerker
Gerenot, Bruder des Königs Michel Kopmann
Siegfried Martin Schultz-Coulon
Ute, Mutter des Königs Hannelore Bähr
Kriemhild, ihre Tochter Aglaja Stadelmann
Brunhild, Königin von Isenland | Dietrich von Bern Franziska Marie Gramss
Frigga, Brunhilds Vertraute | Hildebrandt Sophia Hahn
Rumolt | Werbel Günther Fingerle
Markgraf Rüdeger Jan Henning Kraus
König Etzel Henning Kohne

Statisterie des Pfalztheaters

Leitung

Inszenierung Oliver Haffner
Bühne Hannes Hartmann
Kostüme Marcel Zaba
Dramaturgie Andrea Wittstock