Ein Volksfeind.



Volksfeind
Schauspiel von Henrik Ibsen
Premiere 16|03|2019 | Großes Haus

„Ihr könnt mich niederschreien, aber ihr könnt mich nicht widerlegen.“

Badearzt Dr. Thomas Stockmann macht die Entdeckung, dass die
städtischen Heilbäder durch Abwässer verseucht sind. Zugeleitetes
Fabrikwasser führt zu einem lebensgefährlichen Cocktail
für die Kurgäste. Er will diese Tatsache im örtlichen „Volksblatt“
publizieren. Doch die Honoratioren der Stadt, allen voran Stockmanns
eigener Bruder, der das Amt des Bürgermeisters bekleidet,
setzen alles daran, die Entdeckung des Arztes unter den Teppich
zu kehren. Lieber nehmen sie das Risiko in Kauf, dass die Badegäste
erkranken, als die frisch investierten Mittel abzuschreiben,
denn ein Umbau des Wasserkanals würde zu einer mehrjährigen
Schließung des Kurbetriebs führen. Stockmann findet sich plötzlich
als „Volksfeind“ bezichtigt. Unbeirrt führt er dennoch seinen Kampf
gegen die Vertuschung des Giftskandals fort, wettert gegen die
Obrigkeit, wann immer ihm eine Gelegenheit gegeben wird. Auch
als er und seine Familie von seinem Schwiegervater finanziell unter
Druck gesetzt werden und die private Existenz der Familie in Frage
steht, kämpft der Doktor weiter kompromisslos und unbeugsam für
seine Ideale der Wahrheit und der Gerechtigkeit.
Henrik Ibsen, der bedeutendste norwegische Dramatiker und
einer der meistgespielten Autoren der Weltliteratur, schrieb sein
Gesellschaftsdrama 1882 als Antwort auf die Kritik an seinen
früheren Dramen, in der ihm vorgeworfen wurde, sich gegen herrschende
Konventionen zu wenden. In „Ein Volksfeind“ stellt Ibsen
gesellschaftliche Fragen, die heute, in Zeiten von „fake news“ und
alternativen Fakten aktueller scheinen denn je: Welche Chance hat
die Wahrheit in einer von wirtschaftlichen Interessen dominierten
Gesellschaft? Welche Rolle spielen die Medien, wenn es darum
geht, Interessen von politischen Gruppen darzustellen? Und wer
bestimmt darüber, welche Entscheidungen für das Gemeinwohl in
einer Stadt getroffen werden?

Preise F

Besetzung

Doktor Tomas Stockmann, Kurarzt Stefan Kiefer
Katrin Stockmann, seine Frau Aglaja Stadelmann
Petra, deren Tochter Sophia Hahn
Eilif, deren Sohn Franz Seeliger
Morten, deren Sohn Uriel Jung
Peter Stockmann, der ältere Bruder des Doktors, Bürgermeister, Polizeichef und Vorsitzender der Kurverwaltung Jan Henning Kraus
Morten Kiil, Gerbermeister, Katrins Pflegevater Ulrich Cyran
Hovstad, Redakteur der "Volksstimme" Robin Meisner
Billing, Mitarbeiter des Blattes Michel Kopmann
Kapitän Horster Oliver Burkia
Buchdrucker Aslaksen Rainer Furch

Statisterie des Pfalztheaters

Leitung

Inszenierung Harald Demmer
Bühne Oliver Kostecka
Kostüme Marion Hauer
Dramaturgie Andrea Wittstock