Die Räuber.



Räuber
Schauspiel von Friedrich Schiller
Premiere 02|04|2022 | Großes Haus

„Das Gesetz hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wäre. Das Gesetz hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freiheit brütet Kolosse und Extremitäten aus.“

Die Brüder Franz und Karl Moor sind grundverschieden. Karl, der ältere, ist unberechenbar in seinen Leidenschaften, aber der Liebling des Vaters. Obwohl er im fernen Leipzig ein rechtes Lotterleben zu führen scheint, sein Studium abbricht, sein Erbe verjubelt und durch allerhand übermütige und gesetzeswidrige Aktionen den Namen der Familie beschmutzt, ist er dem Herzen des Vaters doch immer der Nächste. Franz, der zu kurz Gekommene, neidet ihm diese Stellung. Sein Wunsch nach väterlicher Anerkennung schlägt um in Hass auf den Bruder, den Vater und die Welt. Franz ergreift mit Hilfe gefälschter Briefe die Gelegenheit, den Bruder vor dem Vater zu denunzieren. Die Intrige gelingt. Karl wird vom Vater enterbt und entsagt völlig desillusioniert allen bürgerlichen Werten. Er gründet eine Räuberbande, um gegen die ungerechte Welt zu kämpfen, und lässt sich auf Dinge ein, die ihm sehr schnell über den Kopf wachsen. Als Anführer einer Räuberbande zieht er plündernd und mordend im Namen der Unterdrückten durch die böhmischen Wälder. Franz erklärt seinen Vater für tot, ernennt sich selbst zum Herrscher und will Karls Geliebte Amalia zur Frau. Was als Familienzwist begann, endet in einem erbitterten Kampf gegen die gesamte Weltordnung, in politischen Programmen, Gewalt und Gegengewalt.

Friedrich Schillers rebellisches Jugendwerk „Die Räuber“ – entstanden 1779/80 in seiner Zeit an der Stuttgarter Militärakademie, uraufgeführt am 13. Januar 1782 in Mannheim – löste bei seinem Erscheinen frenetischen Jubel und einen handfesten Theaterskandal aus und hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Am Pfalztheater Kaiserslautern wird Schauspieldirektor Harald Demmer eine Neuinszenierung von Schillers Meisterwerk des Sturm und Drang erarbeiten.


Preise F

Leitung

Inszenierung Harald Demmer
Bühne Oliver Kostecka
Kostüme Marion Hauer
Dramaturgie Melanie Pollmann