Schöne Bescherungen.



Schöne Bescherungen
von Alan Ayckbourn, Deutsch von Max Faber
Premiere 13|11|2021 | Großes Haus

„Also zwei Reihen zu je sechs. Gut. Sie sehen die Vorstellung – hurra, hurra – hoffen wir mal. Sobald das vorbei ist, wird die Tür da aufgemacht – und da – hier, am Baum, steht kein anderer, als der gute alte Weihnachtsmann mit seinem Sack.
Und wehe, wenn er nicht dasteht! Ich möchte ihn nicht wieder aus dem Schuppen zerren wie letztes Jahr.“


Weihnachtszeit, schöne Zeit. Wie jedes Jahr kommt man zusammen, um gemeinsam und in Harmonie das Fest der Liebe zu begehen. Und wie jedes Jahr versuchen alle wie verrückt, sich von der besten Seite zu präsentieren. Was natürlich katastrophal misslingt.
Auch bei Neville und Belinda Bunker, die das Haus voller Verwandtschaft haben, hat weihnachtlicher Friede keine Chance: Onkel Harvey will den Kindern echte Waffen schenken. Kumpel Eddie ignoriert seine schwangere Frau Pattie und den gemeinsamen Nachwuchs. Nevilles Schwester Phyllis richtet beim Versuch, das Festmahl zu kochen, ein alkoholgetränktes Gemetzel an, während ihr Mann Bernard bereits sein obligatorisches – von allen gefürchtetes – Puppentheater vorbereitet. Als auch noch Clive – Schriftsteller und Schwarm von Belindas Schwester Rachel – auftaucht, schlagen sämtliche Frauenherzen höher, die Hormone tanzen um den Christbaum und der weihnachtliche Albtraum nimmt seinen Lauf.
Ayckbourn seziert in seiner 1980 uraufgeführten Komödie die Rituale bürgerlichen Frohsinns und „steigert den sanften Horror, den festtäglichen Wahnsinn, der wiederkehrenden Feiertagen und festverbindlichen Familienzusammenkünften ohnehin eigen ist: bis hin zum Ehebruch unterm Weihnachtsbaum und zum versuchten Totschlag.“ (Theater heute)


Preise E