Der Popper.



Räuber
Stück von Caren Jeß
Premiere 29|01|2022 | Werkstattbühne

„Als Popper is man schick jewesn. Nich so vaschissn, wa. Mit unsere Haare und unsere Attitüde, wa? Attitüde, jenau. Wir warn janz anders als die Punker.“

Es geht um Sex und Drogen, um Bindungsängste und Zugehörigkeitsbedürfnisse, es geht um Wurst und lila Wohnzimmerwände. Der Popper schwelgt in Erinnerungen an die 80er Jahre, „wir sind immer schick inne Disco – ick bin n Popper jewesn!“, erklärt er.
Inzwischen ist er mitgenommen, geistig und körperlich, und als er sich ein Dosenbier öffnet und in ein belegtes Brötchen beißt, reißt ihn ein Herzinfarkt aus dem Leben. Doch sein Geist verbleibt in der Altbauwohnung, die schnell wieder belebt wird – von Florentin, Justin und Ixix, die einem fancy Lifestyle frönen, der nicht auf moralische Integrität setzt, nein, abgehen soll der!
Justin bringt dieser Lebensstil jedoch in Geldnöte, und so nimmt er einen Aushilfsjob an, gegenüber bei der Fleischerin, die von kruden Fantasien erzählt und sich dennoch einen pragmatischen Blick auf den Lauf der Dinge bewahrt.

„Der Popper“ ist ein Stück über einen erlebten und einen drohenden Absturz.Mit Humor und Neugierde nähert sich der Text den Abgründen, die er verhandelt.
Caren Jeß wurde für „Der Popper“ mit dem Else Lasker-Schüler-Stückepreis 2020 ausgezeichnet.
Caren Jeß wird für ihr Stück DER POPPER vom Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Projektes „Neustart Kultur“ gefördert. Den Stücktext finden Sie hier.


Preise Werkstattbühne

Besetzung

Der Popper / Der Geist des Poppers Henning Kohne
Die Fleischerin Hannelore Bähr
Justin Philipp Adam
Florentin Lukas Jakob Huber
Ixix Helena Gossmann

Leitung

Inszenierung Ingo Putz
Bühne und Kostüme Marie Labsch
Dramaturgie Andrea Wittstock