Faust (Margarete).



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Oper von Charles Gounod
Text von Jules Barbier und Michel Carré
Premiere 29|09|2018 | Großes Haus | In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
„Ich wünsche nur eins, mehr als Macht und Ruhm:
ich will wieder jung sein!“
Der alte Faust ist seines Lebens und seiner Forschungen überdrüssig.
Eigentlich will er sich das Leben nehmen, doch der teuflische
Mephisto verspricht ihm neue Jugend – für den Preis seiner
Seele. Faust schreckt zurück, doch da lässt Mephisto das Bild
Margaretes aufscheinen. Von dieser Vision verzaubert, geht Faust
den höllischen Pakt ein, dessen Opfer die unschuldige Margarete
wird. Verführt und geschwängert von Faust, dann von ihm sitzen
gelassen, endet sie von allen verstoßen und von ihrem Bruder Valentin
verflucht als Kindsmörderin im Kerker. Fausts Reue kommt
zu spät …
1839 wurde Charles Gounod mit dem Großen Rom Preis
ausgezeichnet.
Bei dem anschließenden Aufenthalt in Italien beeindruckten
ihn nicht nur die Opern Rossinis, vielmehr lernte er durch
die Pianistin und Komponistin Fanny Mendelssohn-Hensel
die Musik der deutschen Romantik kennen. In Italien beschäftigte
sich der französische Komponist auch erstmals mit Goethes
„Faust“ Dichtung.
Auf diesen Stoff kam Gounod Jahre später zurück, als er 1856
den Auftrag für eine Oper am Pariser Théâtre Lyrique bekam.
Gemeinsam mit den versierten Librettisten Jules Barbier und
Michel Carré konzipierte Gounod, der als Kirchenmusiker
bis dahin kaum Affinität zur Bühne hatte, seinen „Faust“
als Nummernoper mit gesprochenen Dialogen und Melodramen.
In dem gewaltigen Kosmos von Goethes Dichtung konzentrierten
sich die drei Autoren vor allem auf die Gretchen Tragödie,
weshalb die Oper in Deutschland lange unter dem Titel „Margarete“ lief.
Die Uraufführung 1859 am Théâtre Lyrique wurde mit einiger
Zurückhaltung aufgenommen – das Werk wurde als „zu deutsch“
empfunden. Zu einem Welterfolg wurde die Oper erst in der für
die Pariser Opéra 1869 durchkomponierten Fassung, bei der die
Dialoge durch knappe verbindende Rezitative ersetzt wurden.

Besetzung

Doktor Faust Daniel Kim
Mephistopheles Wieland Satter
Margarete Susanne Langbein / Seunghee Kho
Valentin Ke An / David Pichlmaier
Siebel Rosario Chávez
Ein gefallener Engel (Marthe) Polina Artsis
Ein gefallender Engel (Wagner) Bartolomeo Stasch / Kyungho Park
Eine Stimme Hannelore Bähr

Orchester des Pfalztheaters | Chor des Pfalztheaters | Extrachor des Pfalztheaters | Statisterie des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Olivier Pols
Inszenierung Michael Sturm
Bühne und Kostüme Matthias Engelmann
Choreographie Stefanie Erb
Leitung Chor Johannes Köhler | Gerhard Polifka
Dramaturgie Andreas Bronkalla