Die Italienerin in Algier.



Italienerin_Header
Komische Oper von Gioacchino Rossini
Text von Angelo Anelli | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 18|09|2021 | Großes Haus

„Doch hier muss Verstellung helfen. Still, ihr sanften Herzenstriebe!
Nur Verwegenheit und Tücke herrsche jetzt in meiner Brust.“


Isabella, eine kapriziöse Italienerin, mischt die Männerwelt in Algier auf!
Ihr Geliebter Lindoro ist in der Gewalt Mustafas, des türkischen Herrschers über Algerien. Um Lindoro zu befreien, setzt Isabella ihre weiblichen Reize ein und verdreht Mustafa den Kopf. Kurzerhand will dieser seine eigene Frau Elvira mit Lindoro abschieben, um dann Isabella heiraten zu können. Isabella redet Mustafa ein, dass er, wenn er für sie ein würdiger Ehemann sein soll, zunächst Mitglied im Orden der „Pappataci" (zu deutsch „Schweig, Vater!") werden müsse. Blind vor Liebe unterwirft sich Mustafa den strengen Ordensregeln, nach denen neben Essen, Trinken und Schlafen nichts anderes getan werden darf. So auf angenehmste Weise außer Gefecht gesetzt, merkt Mustafa nicht, dass Isabella zusammen mit Lindoro längst ein Schiff Richtung Italien bestiegen hat ...
„Die Italienerin in Algier" ("L' Italiana in Algeri") wurde von Gioacchino Rossini innerhalb eines Monats geschrieben und kam am 22. Mai 1813 in Venedig zur Uraufführung. Neben der Opera seria „Tancredi" aus demselben Jahr bedeutete „Die Italienerin" den großen Durchbruch des gerade 21 Jahre alten Rossinis.
Mehr noch: Diese Buffo-Oper mit ihrer witzigen Handlung, den pointierten Arien und temperamentvollen Ensembles wurde zum Inbegriff des in Musik übersetzten Humors.
So steigert sich die Verwirrung im ersten Finale so weit, dass die Figuren jede Fähigkeit zu sprachlicher Äußerung verlieren und sich nur noch in der Imitation von Instrumenten, Tierstimmen oder Geräuschen äußern können. Diese Form des musikalischen Unsinns wurde rund 50 Jahre später eine starke Inspirationsquelle für Jacques Offenbach und seine Art der Operette.
Inhaltlich knüpft Rossini mit seiner „Italienerin" an die Mode der „Serail"-Opern an, wie sie von Mozart und Gluck geprägt wurde, wenn auch in einer witzigen, fast emanzipatorischen Umkehrung der Geschlechterrollen.


Preise D

Besetzung

Mustafà, Wieland Satter / Marcell Bakonyi
Elvira Ines Vinkelau / Julia Pastor
Zulma Rosario Chávez
Haly Bartolomeo Stasch
Lindoro Miloš Bulajić / Stefan von Korch
Isabella Polina Artsis
Taddeo Daniel Böhm

Orchester des Pfalztheaters | Herren des Chores des Pfalztheaters | Statisterie des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Daniele Squeo
Inszenierung Andreas Baesler
Bühne Hartmut Schörghofer
Kostüme Anke Drewes
Leitung Chor Gerhard Polifka
Dramaturgie Andreas Bronkalla
Video Jonathan Tyler Schmieding