Schöne neue Welt.



Stück nach Aldous Huxley

Einer der einflussreichsten Texte des 20. Jahrhunderts, 1998 von der Modern Library auf Rang 5 der 100 besten englischsprachigen Romane des 20. Jahrhunderts gewählt: Die Erfolgsgeschichte von Aldous Huxleys 1932 erschienener Dystopie ist lang.

Die Geschichte spielt im Jahr 2540 europäischer Zeitrechnung, die Menschheit lebt zu überwiegenden Teilen schon seit mehreren Jahrhunderten in einem einzigen Weltstaat, der gut für seine Bürger*innen sorgt: Alles ist durchorganisiert und läuft möglichst störungsfrei. Das macht Menschen glücklich. Und genau darum geht es: ein höchstmögliches Maß an Zufriedenheit und Glück herzustellen. So hat man auch die Reproduktion vom Menschen entkoppelt, denn hier liegen nicht nur emotionale, sondern auch biologische Gefahren, die zu Leid und Unglück führen könnten. Und so wurde ein Kastenwesen geschaffen, dass die Welt und die Zukunft überschaubar und begreifbar macht. Die Menschen gruppieren sich hierarchisch von Alphas bis zu Epsilons, die bereits als Föten und in ihrer staatlich gesteuerten Erziehung passgenau auf das Leben vorbereitet werden, das sie erwartet.

Nur in einem weit abgelegenen Reservat kann man „die Wilden“ bestaunen, die in Familienstrukturen leben, die eigene Kinder gebären – und die gezeichnet sind von Krankheit, Alter, Liebe und Angst. Was passiert, wenn sich diese beiden Welten mischen? Wie wichtig ist die schmerzlose Sicherheit eines vollkommen unmündigen Lebens? Und welche Art von Zukunft wünschen wir uns?

Leitung

Inszenierung Krzysztof Minkowski
Bühne und Kostüme Konrad Schaller
Musik Micha Kaplan