Das Land des Lächelns.



Das Land des Lächelns_Teaser_Stückseite
Operette von Franz Lehár
Text von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda
Premiere 08|12|2018 | Großes Haus


„Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand etwas an.“

Lisa, eine junge Wiener Adelige, verliebt sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong, der als Gesandter seines Heimatlandes in Wien Dienst tut. Als dieser überraschend nach China zurückberufen wird, entschließt sie sich, ihn zu heiraten und mit ihm zu gehen. In China jedoch muss Lisa feststellen, dass ihr Sou-Chongs Liebe allein nicht über die Fremdheit der Kultur hinweghilft. Als Sou-Chong auf Drängen seines Onkels Tschang nach Landessitte vier Mandschumädchen heiraten soll, realisiert Lisa, dass sie sich niemals in China zu Hause fühlen wird. Sie gibt ihrem Heimwehnach und kehrt nach Wien zurück.

„Das Land des Lächelns“ ist zweifellos die erfolgreichste Operette aus Franz Lehárs späterer Schaffensphase. Wie in anderen Werken der Epoche auch folgt Lehár hier der allgemeinen Vorliebe für ferne Länder und exotische Spielorte. Offenbar gab es nach dem Ersten Weltkrieg eine Sehnsucht nach einer ganz anderen Welt fern von Europa. Victor Léon, der Textdichter der „Lustigen Witwe“, riet Lehár zu der chinesischen Geschichte, doch wurde „Die gelbe Jacke“ 1923 in Wien alles andere als ein Erfolg. Erst nach einer gründlichen Überarbeitung sechs Jahre später eroberte die Operette vom Berliner Metropoltheater aus die Bühnen der Welt.
Der gefeierte, legendäre Richard Tauber sang die Partie des Prinzen Sou-Chong und machte dessen Gesangsnummern „Immer nur lächeln“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ zu unsterblichen Evergreens des Genres.
Neben leidenschaftlichen Liebesduetten von Lisa und Sou-Chong wie „Wer hat uns die Liebe ins Herz gesenkt“ gibt es aber auch humoristische Farben, etwa verkörpert durch das Buffopaar Graf Gustl und Prinzessin Mi. Lehárs äußerst fein gearbeitete, fast opernhafte Partitur zeichnet die fernöstliche Atmosphäre mit farbiger Orchestrierung, exotisch getönter Harmonik, Melodikund Rhythmik.

Preise C

Besetzung

Graf Ferdinand Lichtenfels, Feldmarschallleutnant Bernhard Schreurs
Lisa, seine Tochter Ruth Theresa Fiedler / Elvira Hasanagic
Graf Gustav von Pottenstein Daniel Böhm
Prinz Sou-Chong Daniel Kim
Mi, seine Schwester Claudia Auf der Maur / Monika Hügel
Tschang, sein Onkel Thomas Kollhoff
Exzellenz Hardegg | Obereunuch Peter Floch
Ein alter Diener bei Lichtenfels Holger Schindler / Rolf Schramm
Fu-Li, Sekretär der chinesischen Gesandtschaft Shin Nishino
Ein General Ralph Jaarsma
Lore, Nichte von Graf Ferdinand Selina Kuntz / Jutta Mitschke
Fini, ihre Freundin Yvonne Halter / Lisana Werno

Orchester des Pfalztheaters | Chor des Pfalztheaters | Ensemble Tanz des Pfalztheaters | Statisterie des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Anton Legkii
Inszenierung Cusch Jung
Bühne Thomas Dörfler
Kostüme Sven Bindseil
Choreographie Janet Calvert
Leitung Chor Gerhard Polifka
Dramaturgie Andreas Bronkalla