Jenufa.



Jenufa
Oper von Leoš Janácek
Text von Gabriele Preissová | In deutscher Sprache
Premiere 09|02|2019 | Großes Haus


„Am Abend war’s. Es hat sich nicht gewehrt … war mäuschenstill … nur auf den Händen brannte
es mir … und von dem Augenblick an fühlte ich, dass ich eine Mörderin bin.“


Die schöne Jenufa steht zwischen zwei Männern, den Halbbrüdern
Stewa und Laca. Sie ist in den lebenslustigen, aber unzuverlässigen
Stewa verliebt und erwartet heimlich ein Kind von ihm. Zur
Verzweiflung von Jenufa verbietet ihre strenge Adoptivmutter, die
Küsterin Buryja, eine Hochzeit – Stewa soll sich in einem Probejahr
als würdig erweisen. Als dann der stille, in sich gekehrte Laca seine
Liebe erklärt und Jenufa umarmen will, kommt es zur Katastrophe:
Jenufa stößt ihn zurück, worauf Laca im Jähzorn mit einem Messer
ihre Wangen zerschneidet. Jenufa bringt ihr Kind im Verborgenen
zur Welt. Die Küsterin versucht, Stewa doch noch zu einer Ehe mit
Jenufa zu bewegen, aber für die so entstellte junge Frau hat Stewa
kein Interesse mehr. Die Küsterin sieht nur noch einen Ausweg und
lässt das Kind verschwinden, um doch eine Hochzeit zwischen
Jenufa und dem bereuenden Laca zu ermöglichen. Aber gerade
am Tag der Hochzeit taut das Eis und gibt die Kinderleiche frei …
„Jenufa“ ist Leoš Janáceks dritte Opernkomposition und sein
erstes Bühnenwerk, das sich dauerhaft mit Erfolg im Repertoire
halten konnte. Dabei war der Weg auf die Bühne ein steiniger. Der
Komponist selbst richtete mit der Autorin Gabriele Preissová deren
naturalistisches Drama „Ihre Ziehtochter“ als Operntext ein. Im
März 1894 begann Janácek mit der Komposition, doch erst 1903
wurde die Partitur fertig – und am Prager Nationaltheater abgelehnt.
So fand die erfolgreiche, jedoch folgenlose Uraufführung am
21. Januar 1904 in Brno (Brünn) statt. Erst 1916 kam die Oper dann
mit einigen Veränderungen zur Aufführung in Prag, die zu einem
Triumph für Janácek wurde. In der Folge wurde „Jenufa“ neben
Smetanas „Die verkaufte Braut“ die erfolgreichste tschechische
Oper und war in der musikalischen Moderne ein starkes Plädoyer
für einen ungeschminkten sozialen Realismus auf der Opernbühne.

Preise C

Besetzung

Die alte Buryja Helena Köhne
Laca Klemen Heiko Börner
Stewa Buryja Daniel Kim
Die Küsterin Buryja Sabine Hogrefe
Jenufa Ilona Krzywicka
Altgesell Daniel Böhm
Dorfrichter Bartolomeo Stasch
Seine Frau Polina Artsis
Karolka Rosario Chávez
Eine Magd Marta Terék
Barena N. N.
Jano | 1. Stimme Monika Hügel
Tante Dominique Engler
2. Stimme Ralph Jaarsma

Orchester des Pfalztheaters | Chor des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Uwe Sandner
Inszenierung Urs Häberli
Bühne Anna Kirschstein
Kostüme Marcel Zaba
Leitung Chor Gerhard Polifka
Dramaturgie Andreas Bronkalla