Tyll.



Tyll
Stück nach dem Roman von Daniel Kehlmann
Stück.
Nach dem gleichnamigen Roman von Daniel Kehlmann
Premiere 27|03|2021 | Großes Haus

„Man kann Tyll sicher als Metapher sehen, ich weiß aber selbst nicht, wofür. Das, was für die Welt heute Syrien ist, war damals Mittel- und Nordeuropa – eine Region der zu-sammengebrochenen Ordnung. Aber Tyll bleibt ungebeugt. Und nichts kann ihm wirk-lich etwas anhaben. Es gibt eine Widerstandskraft, die gar nicht so sehr in dem liegt, was er tut oder unternimmt, sondern in dem, was er ist.“ (Daniel Kehlmann)

Müllerssohn, Gaukler, Seiltänzer, dämonischer Schalk, Narr, Provokateur und alles in allem eine unsterbliche Figur: Tyll Ulenspiegel. In seinem neuesten Roman hat Daniel Kehlmann nicht nur der Figur des Till Eulenspiegels ein weiteres Denkmal gesetzt, sondern er hat ebenfalls das Panorama einer prägenden europäischen Epoche geschrieben: der Dreißigjäh-rige Krieg. Europa ist durch Krieg, Krankheiten und Gewalt entstellt. Weite Landstriche wer-den verwüstet, überall herrschen Armut, Hunger und religiöser Fanatismus.
In dieser endzeitlichen Welt trifft Tyll auf Könige und Königinnen, Mönche und Bauern, auf sprechende Esel, Schriftsteller und Drachenforscher, auf Gaukler und Gelehrte.
Ein großes Schelmenstück über die Kraft der Kunst und der Phantasie, über das Elend des Krieges, über eine Welt im Zusammenbruch und Aufbau.
„Ein Meisterstück … Der außergewöhnlichste Europa-Roman seit vielen Jahren … Großes Theater und Dichtung in einem …“ (Neue Zürcher Zeitung).
Daniel Kehlmann, der 1975 in München geborene Essayist, Schriftsteller, Dozent und Litera-turkritiker, wurde 2006 mit „Die Vermessung der Welt“ schlagartig weltberühmt. Allein in Deutschland verkaufte sich sein Roman 2,3 Millionen Mal, auf der Liste der international bestverkauften Bücher des Jahres kam sein Roman auf Platz zwei. Nun hat Daniel Kehlmann mit „Tyll“ ein weiteres Meisterwerk vorgelegt. Von Stefan Bachmann zur Spiel-zeiteröffnung 2018|2019 im Schauspiel Köln erstmals auf die Bühne gebracht, erobert der Stoff nun die deutschen Theater.

Preise F

Leitung

Inszenierung Jan Langenheim
Bühne Anja Jungheinrich
Kostüme Jessica Karge
Dramaturgie Melanie Pollmann
Musik Joachim Schönecker