Human, 8 words.



Human, 8 words
Tanzabend von James Sutherland und Huy Tien Tran

Premiere 14|11|2020 | Großes Haus



Theatre doesn’t last
Only in people’s memories
And in their hearts
That’s the beauty and the sadness of it


But that’s life
Beauty and sadness
And that is why Theatre is life


Sein Titel Human, 8 words. verrät das Thema, aber auch die Herangehensweise und den roten Faden durch einen Arbeitsprozess, der sich über mehrere Monate zog und seinen Ausgangspunkt im Corona-bedingten Shutdown hatte. Inhaltlich begibt sich das Ensemble in ein Spannungsfeld aus sehr persönlichen Erfahrungen und allgemeinmenschlichen Fragen. Dabei wirken einzelne Worte mit ihrer herausgehobenen Bedeutung und Suggestivkraft wie Katalysatoren. Formal ergibt sich daraus ein vielschichtiger Prozess, in dem sich die individuelle Kurzchoreografien aus dem privaten Raum zusammenfügen zu einem Ensemblestück, das sichtbar geprägt ist durch die derzeitigen Abstandsregeln und doch zusammengehalten wird von einer filigranen Struktur aus Verbindungen - und einem gut eingespielten Ensemble.

Ausgangspunkt war der Wunsch, während des Shutdowns als Ensemble in Kontakt zu bleiben und gemeinsam kreativ zu arbeiten. Chefchoreograf James Sutherland gab den Tänzern per Videokonferenz einzelne Worte, aber auch Gedankensplitter und Bewegungen, zu denen sie tänzerisch improvisierten. So arbeitete jeder Tänzer selbständig, aber nicht alleine. Das Tanzen wurde zu einem Prozess der Selbstvergewisserung, immer wieder bezogen auf Sprache, die die Verbindung in der Distanz ermöglicht, aber auch die Distanznahme zum eigenen Erleben, den Bezug auf Allgemeines, Reflexion und Perspektivwechsel.

Herausgekommen sind sehr persönliche Sequenzen, die von James Sutherland mit Huy Tien Tran zu einem Stück zusammengeführt werden. Nach der Sommerpause begannen die Proben - in kleinen Gruppen -, zu denen der tanzversierte Bühnen- und Kostümbildner Claus Stump hinzukam. Die Probenarbeit ist ein sensibler Prozess, geprägt von großer Konzentration auf den individuellen künstlerischen Ausdruck und hoher Aufmerksamkeit für das Zusammentreffen in der Ensemblearbeit. Auf der Bühne des großen Hauses entstehen daraus Bilder von berührender Intensität und gleichzeitig großer Zerbrechlichkeit.



Preise E




Besetzung

Daniela Castro Hechavarría
Anna Gorokhova
Camilla Marcati
Emelie Anna Söderström
Carlotta Squeri
Saskya Pauze-Begin
Davide Benigni
Yan Jun Chin
Salvatore Nicolosi
Goh Shibata
Hong Hoang Anh Ta
Violine Ivan Knezevic / Soyeon Lee
Cello Matthias Bergmann / Raffaele Ottonello

Leitung

Idee und Konzept James Sutherland
Inszenierung und Choreografie James Sutherland | Huy Tien Tran
Bühne Claus Stump | James Sutherland | Huy Tien Tran
Kostüme Claus Stump
Dramaturgie Eva Wagner