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Aktuelles.

Tanzpremiere: "FeMale" ab 16.11.

Als erste Premiere der Tanzsparte in dieser Spielzeit bringt das Ensemble des Pfalztheaters Kaiserslautern den zweiteiligen Tanzabend FeMale von Chefchoreograf und Spartendirektor James Sutherland und dem Gastchoreografen Francesco Nappa auf die Werkstattbühne. in zwei sehr unterschiedlichen Tanzstücken erkunden die beiden Choreografen gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern sowie Bühnen- und Kostümbildner Claus Stump die existentiellen Fragen nach eigener Identität und der Begegnung mit dem Anderen.

In James Sutherlands sensiblem Tanzstück "FeMale" spielen Blicke eine zentrale Rolle, unter deren Einfluss sich Haltungen und Bewegungen der Tänzer fortwährend ändern. Blicke, die man sucht, die Nähe oder Distanz schaffen können, die ehrliches Bekenntnis oder Forderung sein können, setzen Akzente in den Bewegungsfluss. Aus tastender Annäherung entwickeln sich Duette, Trios und dynamische Gruppenszenen, bis Enttäuschung und Unsicherheit über sexuelle Identität sich in entfesselter Aggression entladen. Inspiration zu diesem Stück war der Film „Boys don’t cry“ aus dem Jahre 1999, der die authentische Geschichte eines jungen amerikanischen Transsexuellen erzählt.

Den zweiten Teil des Abends bildet "InsideOut" von Francesco Nappa. Der italienische Choreograf inszeniert die menschliche Suche nach der eigenen Persönlichkeit und ihrem Ausdruck als ein Vexierspiel der starken Kontraste und der unendlichen Nuancen und Bezüge. Kontinuierliches Fließen und laufende Übergänge prägen die Choreografie. Dabei scheinen die Tänzerinnen und Tänzer mit großem Kraftaufwand ihr Inneres nach Außen zu stülpen, um sogleich wieder jede Bewegung zerfließen zu lassen und aufs Neue zu suchen. Francesco Nappa war erster Solist bei den Ballets de Monte Carlo, Solist des königlich-dänischen Balletts und des Nederlands Dans Theater in Den Haag und ist seit 2008 als freischaffender Choreograf tätig.

Claus Stump greift in seinem kongenialen Bühnen- und Kostümbild das Spiel um Authentizität und Äußerlichkeit auf vielen Ebenen und mit unterschiedlichsten Materialien auf. Claus Stump arbeitet für Schauspiel, Tanz und Oper, unter anderen für das Schauspielhaus Köln, für Amanda Millers Ensemble Pretty Ugly Tanz Köln, für die Deutsche Oper Berlin und die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf. Am Pfalztheater war zuletzt seine Arbeit für James Sutherlands Choreografie Zyklus zu sehen.

Die Premiere am 16. November auf der Werkstattbühne ist ausverkauft - weitere Termine und Karten direkt hier.