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"Der Kaiser von Atlantis"

Eine Oper wider das Vergessen: „Der Kaiser von Atlantis“ ab 26. Januar im Pfalztheater

Viktor Ullmann schrieb den „Kaiser von Atlantis“ während seiner letzten Lebenszeit im nördlich von Prag gelegenen Konzentrationslager Theresienstadt, von wo aus er am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Mit seinem „Spiel“ – so die Werkbezeichnung des Komponisten – vom größenwahnsinnigen Kaiser, der sich so lange als Herr über Leben und Tod geriert, bis ihn schlussendlich kein anderer als der Tod selbst zur Strecke bringt, schuf Ullmann ein Kunstwerk, dem die Umstände seiner Entstehung in beklemmend wörtlichem Sinne eingeschrieben sind – dienten doch die Rückseiten von Deportationslisten als Notenpapier. Entstanden ist ein Parabelstück, das auch über die unmittelbaren Zeitumstände hinweg eine Utopie auf eine Rehumanisierung der menschlichen Gesellschaft formuliert.
Musikalisch knüpft die vielschichtige Partitur von „Der Kaiser von Atlantis“ an die Zeitoper der 1920er Jahre und den Songstil eines Kurt Weill an, doch gibt es auch Querverweise auf Bergs „Wozzeck“ oder Mahlers „Lied an die Erde“.
Auch losgelöst vom schrecklichen Hintergrund der Entstehung besticht Ullmanns „Kaiser“ musikalisch wie textlich (kongenial: Peter Kien). Dieses einmalige Hör- und Seherlebnis sollte man nicht verpassen!

Hansgünther Heyme inszeniert in seiner selbst entworfenen Ausstattung, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Uwe Sandner.
Es singen Ke An, Bartolomeo Stasch, Kihoon Han, Tae Hwan Yun, Seunghee Kho und Rosario Chávez.
Es spielen Mitglieder des Orchesters des Pfalztheaters.

Die Kaiserslauterer Erstaufführung findet am 26. Januar 2019 auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters statt. Die Premiere ist ausverkauft.
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