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Aktuelles.

Mozart!

Der der Milde verpflichtete Titus schien eine geeignete Projektionsfigur
für Leopold II., den Habsburger Kaiser, der sich den Idealen der Aufklärung verpflichtet sah.
Mozart durchbrach das strenge Seria-Schema, indem er die Handlung durch den Librettisten Caterino Mazzolà deutlich raffen ließ und den Arien eine Vielzahl von Duetten und Ensembles gegenüberstellte. Bei aller Reife der Komposition und bei aller virtuosen musikalischen Erfindungsgabe fand die Krönungsoper keinen ungebrochenen Beifall. „Una porcheria tedesca" - „eine deutsche Schweinerei" urteilte die Ehefrau des Kaisers, die Spanierin Maria Louisa, nach der Uraufführung am 6. September 1791.

Nach der französischen Revolution war auch in Mozarts vermeintlicher Huldigungsoper die Endzeit des europäischen Absolutismus spürbar. In der Rezeptionsgeschichte wurde Mozarts „Titus" lange eher mit spitzen Fingern angefasst, erst in neuerer Zeit fand diese Oper einen verdienten Platz in der Reihe der vielgespielten Meisterwerke Mozarts von „Idomeneo" bis zur „Zauberflöte".

Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Daniele Squeo.
Regie führt Intendant Urs Häberli.
Das Bühnenbild entwirft Ausstattungsleiter Thomas Dörfler.
Die Kostüme kreiert Marcel Zaba.
In ihren Rollen sind zu erleben: Daniel Kim (Titus), Inga Kalna (Vitellia), Monika Hügel / Zoe Park (Servilia), Marie Seidler (Sesto), Rosario Chávez (Annio) und Bartolomeo Stasch (Publio).
Es spielt das Orchester des Pfalztheaters.
Die Leitung des Opernchores liegt in den Händen von Chordirektor Gerhard Polifka.

Für die Premiere am Samstag, dem 31. Oktober 2020, um 19.30 Uhr, gibt es zurzeit noch Restkarten - hier auf dieser Webseite oder über Telefon 0631/3675-209.