Else 2020

Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und -Stückepreis

Chronik
"25 Jahre Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis"

Im Februar 1993 wurde zum ersten Mal der „Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis“ verliehen. Erste Preisträgerin war Kerstin Specht. Sie wurde ausgezeichnet für ihr Stück „Mond auf dem Rücken“.

Der Dramatikerpreis wurde von Pfalztheater-Intendant Pavel Fieber und der rheinland-pfälzischen Kultusministerin Dr. Rose Götte ins Leben gerufen. Er wird vom Pfalztheater Kaiserslautern im Auftrag der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ausgelobt. Sinn und Zweck ist die Förderung der deutschsprachigen Dramatik. Der Hauptpreis wurde mit DM 30.000 dotiert (heute: 10.000 Euro). Gleichzeitig wurde ein Nachwuchs-Förderpreis in Höhe von DM 5000 vergeben (erster Preisträger: Michael Roes für „Cham“). Das Pfalztheater Kaiserslautern hat auf alle Preisträgerstücke die Uraufführungsoption.

Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt. Die Ausschreibungsorganisation liegt bei der Öffentlichkeitsarbeit des Pfalztheaters.

Die Jury setzt sich aus fünf Personen aus Forschung und Lehre, Feuilleton und Theater zusammen – die Juroren der ersten Ausschreibung waren: Frau Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte (damals Uni Mainz), Prof. Dr. Anke Roeder (damals Uni München), Gerhard Jörder (damals Leiter des Feuilletons der Badischen Zeitung Freiburg), Dr. Klaus Pierwoß (damals Generalintendant Theater Bremen) und Prof. Dr. C. Bernd Sucher (Feuilleton Süddeutsche Zeitung). Vorsitzender der Jury (ohne Stimmrecht) ist der Intendant des Pfalztheaters.
1999 wurde die Preisverleihung in die Staatskanzlei Mainz verlegt.

Im Februar 2015 fand die Preisverleihung wieder im Pfalztheater Kaiserslautern statt und wurde von Ministerpräsidentin Malu Dreyer vorgenommen.
Seit der Ausschreibung 2014 hat sich der Ausschreibungsmodus erneut verändert: Der Dramatikerpreis in Höhe von 10.000 Euro wird von der Jury für ein vorliegendes dramatisches Gesamtwerk verliehen. Der Stückepreis ist dreigeteilt. Die aktuellen Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Der „Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis“ ist einer der höchstdotierten Dramatikerpreise Deutschlands.


Teilnahmebedingungen Stückepreis

Für den Stückepreis, der der Nachwuchsförderung gewidmet ist (für Autorinnen und Autoren bis 35 Jahre) können Bewerbungen eingereicht werden.
Dem Werk soll eine Kurzbiografie beigefügt werden. Das eingereichte Stück soll nicht älter als zwei Jahre und noch nicht uraufgeführt worden sein.
Der Stückepreis wird in drei Preisstufen vergeben:
Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das prämierte Stück wird am Pfalztheater uraufgeführt.
Das Preisgeld für den zweiten Stückepreis beträgt 3.000 Euro und kann auf Wunsch als dreimonatiges Aufenthaltsstipendium am Pfalztheater in drei Monatsraten ausgezahlt werden.
Der dritte Stückepreis wird mit 2.000 Euro honoriert.
Der Jury gehören an:
Esther Boldt (Autorin und Theaterkritikerin), Meike Klingenberg (ZDFkultur/3sat), Prof. Dr. Franziska Schößler (Universität Trier) und Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin). Vorsitzender der Jury ist der Intendant des Pfalztheaters Urs Häberli.
Als Ausrichter der Theatertage Rheinland-Pfalz 2022 ist auch der Intendant des Staatstheaters Mainz Markus Müller Mitglied der Jury.
Die Einreichungen (Stück plus Kurzbiografie) sind in digtialer Form (pdf oder word) an das Pfalztheater Kaiserslautern zu senden:
info@pfalztheater.bv-pfalz.de - Betreff: Stückepreis 2022


15. Ausschreibung des „Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreises“ und „-Stückepreises“ des Pfalztheaters Kaiserslautern
im Auftrag der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

Einsendeschluss: 16. April 2021

Zum fünfzehnten Mal schreibt das Pfalztheater Kaiserslautern im Auftrag der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur den „Else Lasker-Schüler-Preis“ zur Förderung des deutschsprachigen Dramas aus. Der Preis ist in zwei Kategorien unterteilt:
Der Dramatikerpreis, die mit € 10.000 dotierte Dramatikerauszeichnung, wird von der Jury für ein vorliegendes Gesamtwerk vergeben. Hierzu sind keine Bewerbungen möglich.
Für den Stückepreis, der der Nachwuchsförderung gewidmet ist (für Autoren und Autorinnen bis 35 Jahre), können bis zum 16. April 2021 Bewerbungen eingereicht werden.
Der Stückepreis wird in drei Preisstufen vergeben. Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das prämierte Stück wird am Pfalztheater Kaiserslautern uraufgeführt.
Das Preisgeld für den zweiten Stückepreis beträgt 3.000 Euro und kann auf Wunsch auch als dreimonatiges Stipendium am Pfalztheater in drei Monatsraten ausgezahlt werden.
Der dritte Stückepreis wird mit 2.000 Euro honoriert.
Der Jury gehören an:
Esther Boldt (Autorin und Theaterkritikerin), Meike Klingenberg (ZDFkultur/3sat), Prof. Dr. Franziska Schößler (Universität Trier), Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin) und Markus Müller (Intendant des Staatstheaters Mainz). Vorsitzender der Jury ist der Intendant des Pfalztheaters Urs Häberli.
Die öffentliche Preisverleihung wird im Frühjahr 2022 bei den Theatertagen Rheinland-Pfalz im Staatstheater Mainz stattfinden.
Die Einreichungen sind in digitaler Form per Mail (pdf oder word) an das Pfalztheater Kaiserslautern zu richten: info@pfalztheater.bv-pfalz.de


Die Preisträger im Überblick

1993 Kerstin Specht „Mond auf dem Rücken“ (UA)
(Förderpreis: Michael Roes „Cham“)

1995 Harald Kislinger „Höllenschlund“ (UA)
(Kein Förderpreis)

1997 geteilt: Volker Lüdecke „Darja“ (UA) und Werner Fritsch „Höllensturz: Es gibt keine Sünde im Süden des Herzens“ (Förderpreis: Roland Schimmelpfennig „Fisch um Fisch“)

1999 Rainald Goetz (Dramatikerpreis)
Steffen Kopetzky (Stückepreis)

2001 Einar Schleef (Dramatikerpreis, posthum)
Dirk Dobbrow (Stückepreis)

2003 Elfriede Jelinek (Dramatikerpreis)
Claudius Lünstedt (Stückepreis)

2005 Dea Loher (Dramatikerpreis)
Torsten Buchsteiner (Stückepreis)

2008 Fritz Kater (Dramatikerpreis)
Almut Baumgarten (Stückepreis)

2010 Roland Schimmelpfennig (Dramatikerpreis)
Azar Mortazavi / Achim Stegmüller (Stückepreis)

2012 René Pollesch (Dramatikerpreis)
Nina Büttner (Stückepreis)

2014 Peter Handke (Dramatikerpreis)
Thomas Köck, Bonn Park, Sophie Nikolitsch (Stückepreise)

2016 Sibylle Berg (Dramatikerpreis)
Maria Milisavljevic, Nina Ender, Stephan Roiss (Stückepreise)

2018 Ewald Palmetshofer (Dramatikerpreis)
Nele Stuhler, Leon Engler, Philippe Heule (Stückepreise)

2020 Felicia Zeller (Dramatikerpreis)
Caren Jeß, Leon Ospald und Magdalena Schrefel (Stückepreise)