Der Vogelhändler.



Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
Text von Moritz West und Ludwig Held
Premiere 26|02|2022 | Großes Haus


„Fröhlich Pfalz, Gott erhalt’s! Das soll stets Devise sein!
Nicht geniert, nachgespürt, wo der Jäger Stelldichein!“


Für eine Wiener Operette haben sich der Komponist Carl Zeller und seine Autoren einen fast exotischen Schauplatz ausgewählt: die Rheinpfalz im frühen 18. Jahrhundert zur Zeit der Kurfürsten.
Der Vogelhändler Adam aus Tirol würde zu gern die Christel von der Post heiraten, doch dazu ist er zu arm. Deshalb möchte Christel beim Kurfürsten die vakante Stelle des Menageriedirektors für ihren Adam erbitten. Sie merkt nicht, dass sie im intimen Pavillon nicht dem Kurfürsten selbst, sondern dem Grafen Stanislaus, der sich als solcher ausgibt, begegnet. Als Adam von dem vermeintlichen Tête-à-Tête mit dem als Schürzenjäger berüchtigten Kurfürsten erfährt, sagt er sich in seiner Eifersucht von Christel los und macht direkt dem Bauernmädchen Marie den Hof. Diese ist aber nun niemand anders als die verkleidete Kurfürstin, die ihrem untreuen Mann auf die Schliche kommen will. –
Wie es sich für eine gute Operette gehört, lösen sich am Ende alle Liebeswirren in Wohlgefallen auf – und aus dem Vogelhändler und der Briefträgerin wird selbstverständlich ein Paar!
Carl Zellers „Der Vogelhändler“ – uraufgeführt 1891 in Wien – gehört zu den ganz großen Titeln der klassischen Operettenära und bis heute zu den festen Säulen des Repertoires.
Der Komponist war eigentlich Staatsbeamter im österreichischen Unterrichtsministerium, die Musik war zunächst eine nebenberufliche Liebhaberei. Mit seinem Meisterwerk „Der Vogelhändler“ ist ihm eine Operette voller Charme und Witz gelungen, die sich durch eine beeindruckende Fülle an Melodien, mal im volkstümlichen Ton, dann wieder in repräsentativen Ensembles auszeichnet. Titel wie „Fröhlich Pfalz, Gott erhalt’s“, „Griaß enk Gott, alle miteinander“, „Schenkt man sich Rosen in Tirol“, „Ich bin die Christel von der Post“ oder auch das parodistische „Ich bin der Prodekan“ sind zu beliebten Evergreens der Gattung geworden.


Preise C

Besetzung

Kurfürstin Marie Susanne Langbein / Elizabeth Wiles
Baronin Adelaide Astrid Vosberg
Baron Weps Daniel Böhm
Graf Stanislaus Peter Floch
Süffle, Professor der Zoologie Günther Fingerle
Würmchen, Professor der Zoologie Astrid Vosberg
Adam, Vogelhändler aus Tirol Roman Pichler / Daniel Szeili
Die Briefchristel Monika Hügel
Schneck, Dorfschulze Günther Fingerle
Jette, Kellnerin Statisterie des Pfalztheaters
Gundel, Hoflakai Günther Fingerle

Orchester des Pfalztheaters | Chor des Pfalztheaters

Leitung

Musikalische Leitung Olivier Pols
Inszenierung Thomas Winter
Bühne und Kostüme Toto
Choreographie Elena Iglesias Galán
Leitung Chor Gerhard Polifka
Dramaturgie Hannah Spielvogel