Endspiel.



Endspiel
Schauspiel von Samuel Beckett
Premiere 05|09|2021 | Werkstattbühne

„Kann es überhaupt ein Elend geben, das erhabener ist als meines? Wahrscheinlich. Früher. Aber heute?“

„Es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende“ – so heißt es gleich zu Beginn von Becketts düsterer Komödie.
In einer schwindenden Welt sind sie übriggeblieben, Hamm, der Herr, Clov, der Knecht, sowie Hamms Eltern, die „verfluchten Erzeuger“. Sie können nicht fort, sie sind gefangen in gegenseitiger Abhängigkeit an einem trostlosen Ort. Und so spielen sie das unendliche Endspiel, sie reden an gegen die Hoffnungslosigkeit, die überall lauert. Es sind verzweifelte Clowns, die mit großem Witz und voller Boshaftigkeit gegen das Nichts ankämpfen. Die einzige Waffe, die bleibt, ist Humor.
Seit der Uraufführung am 3. April 1957 am Royal Court Theatre in London gehört Samuel Becketts „Endspiel“ zu den großen Überlebensdramen der Theaterliteratur. Becketts Figuren scheinen die letzten Überlebenden, die nun gezwungen sind, mit den Trümmern ihrer Erinnerung auf ewig weiterzuleben. Denn wenn die Außenwelt verschwunden ist, beginnen die inneren Stimmen zu reden.
Immer wieder wurde Beckett zu Sinn und Bedeutung seiner absurden Theaterstücke befragt. Immer wieder hat er sich gegen jegliche Interpretation und Ausdeutung gewehrt.

„Pathos ist der Tod des Stückes“, sagte Beckett den Schauspielern seiner Inszenierung.
Und: „Ich möchte, dass in diesem Stück viel gelacht wird. Es ist ein Spielstück.“


Preise Werkstattbühne


Besetzung

Hamm Oliver Burkia
Clov Stefan Kiefer
Nagg Henning Kohne
Nell Hannelore Bähr

Leitung

Inszenierung Andreas Rehschuh
Bühne Thomas Dörfler
Kostüme Ursula Beutler
Dramaturgie Andrea Wittstock