Foxfinder.



Stück von Dawn King

Eine ländliche Gegend in einer nicht allzu fernen Zukunft: Jäh bricht in den Alltag von Judith und Samuel Covey der junge „Foxfinder“ William Bloor ein. Das Ehepaar ist wegen einer schlechten Ernte hinter den staatlichen Planvorgaben zurückgeblieben. Für seine Untersuchungen quartiert sich Bloor kurzerhand bei ihnen ein. Er hat den Auftrag, herauszufinden, ob nicht der allseits verhasste Fuchs, der Todfeind der Menschen, an all dem Elend die Schuld trägt. Denn der Fuchs ist gerissen: er kontaminiert Höfe, er ist feige und gemein, er frisst Enten, Vieh, sogar Kinder. William Bloor, von den Eltern früh getrennt und staatlich auf die Karriere als „Foxfinder“ hin ausgebildet, ist zutiefst davon überzeugt und, um die angestrebte Weltherrschaft des Fuchses zu verhindern, zu allem bereit. Seine Ermittlungen wirbeln das dörfliche Gefüge durchaus durcheinander, Misstrauen, Verdächtigungen und Verrat brechen sich Bahn.

Was passiert, wenn Verschwörungstheorien zur Grundlage öffentlichen Handelns werden? Dawn Kings 2011 erschiene Dystopie spielt gekonnt mit den Stereotypen der Verschwörungstheoretiker: Das Fremde, Andersartige, das im Verborgenen agiert und die absolute Herrschaft anstrebt und deshalb mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ausgelöscht werden muss. In einer Welt, in der, nicht erst seit der Pandemie, der Aberglauben an Chemtrails, Echsenmenschen und die große Weltverschwörung zurück ist, ein wichtiges, notwendiges Stück.

Besetzung

William Bloor Lukas Jakob Huber
Samuel Covey Martin Schultz-Coulon
Judith Covey Aglaja Stadelmann
Sarah Box Helena Gossmann

Leitung

Inszenierung Harald Demmer
Bühne und Kostüme Oliver Kostecka
Dramaturgie Carola von Gradulewski